Ryan Russell outet sich als erster NFL-Profi als bisexuell

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Ryan Russell hat sich als bisexuell geoutet und seine Beziehung zu Profi-Tänzer Corey O’Brien bestätigt. Der aktuell vereinslose NFL-Spieler wagte damit einen mutigen Schritten.

Ryan Russell ist derzeit ohne Arbeitgeber in der NFL. (Bild: Getty Images)

“Meine Wahrheit ist, dass ich ein talentierter Football-Spieler, ein verdammt guter Autor, ein liebender Sohn, ein überheblicher Bruder, ein fürsorglicher Freund, ein treuer Liebhaber und ein bisexueller Mann bin”, schrieb Russel in einem Essay für ESPN.

Bisher hatte sich kein Spieler aus der US-amerikanischen Football-Liga als bi- oder homosexuell geoutet. Von der Norm abweichende Sexualität ist im Sport allgemein ein schwieriges Thema, immer wieder kommt es zu Anfeindungen.

Ryan Russell möchte Weg für LGBTQ-Athleten ebnen

Auch deshalb wagte Russell den mutigen Schritt: “Ich möchte das ändern – für mich, für andere Athleten, die diese gemeinsamen Ziele teilen, und für die Generationen von LGBTQ-Athleten (englische Abkürzung für “Lesbisch, Schwul, Bisexuell und Transgender”, Anm. d. Red.), die als nächstes kommen werden.”

Russell teilte mit, nicht glauben zu können, dass es in der NFL keinen anderen Spieler seiner sexuellen Gesinnung gebe. Entsprechend will er den Weg für andere nach ihm ebnen.

NFL-Profi erhielt viel positiven Zuspruch

Die Reaktionen waren bislang vorweg positiv. In den sozialen Netzwerken erhielt Russell viel Zuspruch. Dabei will er sich laut eigenen Aussagen nicht über diese Rolle definieren und keine Symbolfigur für die LGBTQ-Bewegung werden.

In Deutschland kann beispielhaft Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger genannt werden, der sich nach seinem Karriereende als schwul outete. Zuletzt gab er an, mit seiner Entscheidung “nicht glücklicher” sein zu können.

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