Saisonal kochen: Gemüse des Monats – Schwarzwurzel

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Im Herbst haben Schwarzwurzeln Saison. Sie sind lecker, vielseitig verwendbar und liefern tolle Nährstoffe. Lesen Sie hier, wie sich das Gemüse am besten frisch verarbeiten lässt und warum saisonales Einkaufen eine Menge Geld spart.

Frisch geerntete Schwarzwurzeln. (Bild: Getty Images)
Frisch geerntete Schwarzwurzeln. (Bild: Getty Images)

Ob goldbraun gebraten, im deftigen Eintopf, als schmackhafte Tarte oder nach Hausmannsrezept mit Hackbällchen und Salzkartoffeln – aus Schwarzwurzeln lassen sich viele leckere Gerichte zaubern. Jetzt im Herbst hat das vielseitige Gemüse – das auch Winterspargel genannt wird – Saison. Die langen, schlanken Wurzeln sind reif und können frisch geerntet verarbeitet werden.

Reich an Vitamin E, Kalium und Magnesium

Die Verbraucherzentrale Bremen hat die Schwarzwurzel zum Gemüse des Monats gekürt, denn sie ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch ein super Nährstofflieferant. „Sie ist reicher an Vitamin E als die meisten anderen Gemüsearten und kann ebenso mit Kalium und Magnesium punkten. Auch Ballaststoffe liefert die unterirdische Wurzelheldin reichlich“, so die Verbraucherzentrale.

Es gibt einen Trick beim Schälen

Soll das Gemüse nicht fertig geschält aus dem Glas, sondern frisch verarbeitet werden, ist allerdings eine Spezialbehandlung nötig. Denn die Schwarzwurzel trägt ihren Namen zu Recht. Das zeigt sich, wenn man versucht, die Wurzeln von ihrer dunklen Schale zu befreien. „Werden die Pflanzenzellen beim Schälen oder Brechen verletzt, tritt ein klebriger, milchiger Saft aus, der sich schwarz verfärbt und sich schwer entfernen lässt“, erklärt Annabel Dierks, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen.

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Das sei aber keinesfalls ein Grund, das schmackhafte Gemüse vom Speiseplan zu streichen, denn es gibt einen Trick, wie sich Schwarzwurzeln auch mit weniger Kleberei verarbeiten lassen. „Die Schwarzwurzeln vorsichtig abspülen, um grobe Erdreste zu entfernen, dann im Ganzen in kochendes Salzwasser geben, kurz aufkochen und sofort abgießen. So ist der klebrige Saft deutlich reduziert und die Stangen lassen sich besser schälen. Zur Sicherheit lieber trotzdem mit Haushaltshandschuhen arbeiten“, rät Annabel Dierks. Nach dem Schälen werden die Stangen in eine Schale mit Essigwasser gelegt, so behalten sie ihre schöne helle Farbe und werden nicht braun.

Am besten vom Wochenmarkt

Wer Schwarzwurzeln nicht im eigenen Garten anbauen kann, kauft das Gemüse am besten auf gut sortierten Wochenmärkten ein. In den Gemüseabteilungen der Supermärkte ist es nur selten zu finden. Wer jedoch welche ergattert, kann sich auch gleich einen größeren Vorrat mitnehmen, denn Schwarzwurzeln lassen sich prima lagern. „Einfach mit etwas angefeuchteter Erde oder Sand bedecken und an einem kühlen Platz aufbewahren“, sagt Annabel Dierks.

Saisonales Gemüse ist lecker, schont die Umwelt und spart Geld

Beim Kochen saisonales Gemüse zu verwenden, lohnt sich mehrfach. Durch den regionalen Anbau sind die Transportwege kurz. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern sorgt auch dafür, dass die Lebensmittel erntefrisch auf den Tisch kommen. Zudem sind die Preise dafür meist erfreulich niedrig, weil Saisongemüse nur in bestimmten Zeiten, dann aber in großen Mengen auf den Markt kommt.

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Neben Schwarzwurzeln haben in Deutschland derzeit noch viele andere Gemüsesorten Saison, darunter Paprika, Blumenkohl, Bohnen, Auberginen, Kohlrabi und Möhren.

Einen Überblick, was zu welcher Zeit wächst, bieten Saisonkalender für Gemüse und Obst. Ein kostenloses Exemplar zum Herunterladen finden Sie hier beim Bundeszentrum für Ernährung. Das kostenlose Poster Der Saisonkalender Obst und Gemüse können Sie hier gegen Erstattung der Versandkosten bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bestellen.

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