Sandra Hüller: Das bringt sie auf die Palme

·Lesedauer: 2 Min.

Sandra Hüller (43) ist mit dem Filmhit 'Toni Erdmann' international bekannt geworden. Aktuell ist die Schauspielerin neben Kollegin Eva Green (40) in dem Weltraum-Melodram 'Proxima' auf der Leinwand zu sehen. Wenn sie nicht gerade vor der Kamera steht, kann man sie auf der Bühne bewundern, denn Sandra hat ein Engagement am Schauspielhaus Bochum.

Wir sind alle Menschen

Dabei stammt sie gebürtig aus Thüringen. Als sie von der 'Augsburger Allgemeinen' auf die Behauptung angesprochen wird, Menschen aus dem Ruhrgebiet seien jenen aus dem Osten der Bundesrepublik sehr ähnlich, schüttelt Sandra Hüller aber nur ungeduldig mit dem Kopf – denn solche Klischees mag sie nicht: "Ich habe das auch schon gehört. Und ich kann es nicht bestätigen. Ich kann mit solchen Vergleichen nichts anfangen und werde da auch relativ schnell ziemlich ungehalten. Was soll das? Wir sind alle Menschen. Warum soll man sie miteinander vergleichen?"

Sandra Hüller sieht Entscheidung kritisch

Schließlich stellt sich die Frage, woran man diese angeblichen Ähnlichkeiten festmachen soll. Sandra führt weiter aus: "Wenn wir sagen, Leute aus dem Ruhrgebiet sind wie Menschen aus dem Osten, impliziert das, dass alle Leute aus dem Ruhrgebiet auf eine bestimmte Art und Weise sind. Das glaube ich nicht. Und ich glaube auch nicht, dass alle Menschen aus dem Osten auf eine bestimmte Art und Weise sind. Mit solchen Vergleichen kann ich nicht umgehen."

Andererseits – obwohl alle Menschen gleich und doch alle unterschiedlich sind – befürwortet Sandra Hüller die Entscheidung der Berlinale nicht, die Darstellerpreise geschlechtsneutral zu vergeben: "Im Grunde wird ja nur der Wettbewerb zwischen den Geschlechtern befördert, was ich für nicht sinnvoll halte. Und ich sehe schon die Strichlisten vor mir, die in den nächsten Jahren über den Frauen- und Männeranteil der Preisträger*innen geführt werden."

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.