Sarah Connor richtet sich an Donald Trump: "Volk ist vergiftet"

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Der Tod von George Floyd, der nach seiner brutalen Festnahme gestorben ist, hat nicht nur in den USA Entsetzen und Bestürzung ausgelöst. Die Sängerin Sarah Connor teilte ein Video, das Floyds Martyrium zeigt und richtete deutliche Worte an die USA unter Präsident Trump.

Sarah Connor wird auf Instagram deutlich. (Bild: Getty Images)
Sarah Connor wird auf Instagram deutlich. (Bild: Getty Images)

Wer die Zeilen liest, mit denen Sarah Connor das Video der Festnahme von George Floyd postete, kann ihre Fassungslosigkeit, ihren Zorn und ihre Verzweiflung sofort nachvollziehen. ”Um Gottes Willen, Amerika!“ schreibt sie und fragt: ”Was ist nur aus Dir geworden?“

Direkt an den US-Präsidenten Donald Trump richtet sie dann folgende Worte: ”Was machst Du nur mit diesem Land? Land meines Grossvaters, Land meiner Kinder. Du bist krank, Dein Volk ist vergiftet, von Hass und Angst und Wut.“ Beim Anblick der grausamen Bilder drehe sich ihr der Magen um, ihre Seele blute und sie könne nicht fassen, was dort geschehen sei. Ihren Post schließt sie mit den Worten: “Amerika! Wach auf!“

Hinweis: Der Post von Sarah Connor enthielt das Video von der brutalen Festnahme George Floyds, die letztlich zu seinem Tod führte. Da diese Szenen für unsere Leser verstörend wirken könnten, haben wir uns dazu entschlossen, den Post nicht in den Artikel einzubinden. Sie hat inzwischen einen weiteren Post zum Thema abgesetzt.

”Widerlich und abscheulich“

Der Post der Sängerin wurde innerhalb eines Tages fast 200.000 Mal aufgerufen und von Connors Fans zahlreich kommentiert. Einer davon schrieb: ”Widerlich und abscheulich! Jedes Leben zählt – egal welche Hautfarbe, Religion, Sexualität!“ Eine Userin meinte: ”Meine Beine zittern … Ich kann nicht glauben, was ich sehe.“ Und Connors Schwester Anna Maria, die Ehefrau von Bushido, nannte die Tat ”grausam und zutiefst unmenschlich“.

Shitstorm für deutschen MLB-Star: Kepler wegen Maske attackiert

Immer wieder kommt es zu Polizeigewalt gegen Schwarze

In den USA ist es in der Vergangenheit immer wieder zu tödlichen Übergriffen von weißen Polizisten auf Afroamerikaner gekommen. Der kürzliche Tod von George Floyd hat zu einer Welle von Protesten, Demonstrationen und Ausschreitungen geführt.

Während der Polizist rund acht Minuten lang sein Knie auf den Hals des am Boden Liegenden gedrückt hatte, hatte dieser deutlich vernehmbar und wiederholt die Worte ”I can´t breathe“ (”Ich kann nicht atmen“) hervorgestoßen. Die Worte wurden zu einem Hashtag und finden sich neben anderen Aufschriften wie ”Black lives matter“ auf vielen Schildern von Demonstranten. Nach der Attacke starb Floyd im Krankenhaus.

Trump reagiert mit Drohungen

Die insgesamt vier in den Vorfall involvierten Polizisten wurden mittlerweile entlassen, bislang aber weder festgenommen noch angeklagt. US-Präsident Donald Trump nannte Floyds Tod ”traurig und tragisch.“ Nachdem Demonstranten die Polizeiwache in Minneapolis in Brand gesetzt hatten, kritisierte er den dortigen Bürgermeister als ”sehr schwach“ und drohte auf Twitter: ”Wenn die Plünderungen beginnen, beginnt auch das Schießen.“

VIDEO: F*** You, ihr rassistischen weissen Leute! John Boyega über den Tod von George Floyd