Schädliche Inhaltsstoffe im Shampoo: Darauf sollte man achten

Über Haarpflegeprodukte nehmen wir chemische Stoffe in unseren Körper auf: Chemikalien, die erwiesenermaßen schädlich sind, sollten daher unbedingt vermieden werden. (Bild: Getty Images/ Peter Cade)

Nicht alle Inhaltsstoffe in Beauty-Produkten tun uns auch tatsächlich etwas Gutes. Eine Reihe von Zusätzen sollte nach Möglichkeit vermieden werden – vor allem, wenn man eine empfindliche Kopfhaut hat. Das sind die vier wichtigsten Gruppen bedenklicher Inhaltsstoffe.

Parabene

Parabene sind Xenoestrogene, was bedeutet, dass sie sich im Körper ähnlich wie Östrogen verhalten. Studien haben Parabene mit Brustkrebs in Verbindung gebracht, da sie im Inneren von Tumoren entdeckt wurden. Innerhalb der EU wird die Menge an Parabenen, die sich in Produkten befinden darf, reglementiert.

Parabene verstecken sich hinter den Bezeichnungen 4-Hydroxybenzoesäuremethylester, Benzylparaben, 4-Hydroxybenzoesäurebutylester und 4-Hydroxybenzoesäurepropylester.

Formaldehyd

Shampoos beinhalten Konservierungsstoffe, die Formaldehyd freisetzen. Dieses kann krebserregend sein und sogar Schäden in der menschlichen DNA verursachen. Zusätzlich können allergische Reaktionen auf der Haut sowie Asthma die Folge sein. Die Verwendung von Formaldehyd ist innerhalb der EU ebenfalls Regeln unterworfen.

Halte Ausschau nach Quaternium-15, Diazolidinyl-Harnstoff, DMDM-Hydantoin, Bronopol oder Imidazolidinyl-Harnstoff.

Sulfat

Sulfat kommt zwar in vielen Kosmetikprodukten zum Einsatz, ist aber eigentlich schädlich für das Haar. Verwendet wird es schlicht deswegen so häufig, weil es ein günstiges Waschmittel ist. Ein Hinweis auf Sulfat in einem Haarshampoo ist, wenn es stark schäumt. Abseits davon macht Sulfat das Haar aber brüchig und kann sogar Ekzeme verursachen. Eine etwas sanftere Alternative ist Ammonium-Lauryl Sulfat oder ALS. Bei sehr trockenem Haar sollte Sulfat auf jeden Fall vermieden werden.

Auf der Packung ist Sulfat meist als Natriumdodecylpoly(oxyethylen)sulfat oder Natriumlaurylsulfat ausgewiesen.

Duftstoffe

In vielen Duftstoffen stecken endokrin aktive Substanzen (EAS), was bedeutet, dass sie hormonell aktiv sind. Mit anderen Worten: Sie interagieren mit unserem Hormonsystem – und können es auch beschädigen. Die genauen Folgen vieler endokrin aktiver Substanzen sind noch weitestgehend unerforscht, aber dennoch häufen sich Studien, die sie mit Krankheiten wie Krebs, Autismus oder Diabetes in Verbindung bringen. Duftstoffe zählen auch zu den fünf häufigsten Allergenen und damit Verursachern von allergischen Reaktionen. Wenn das Shampoo mit seinem guten Geruch beworben wird, ist also Vorsicht angebracht. Wer außerdem eine sensible Kopfhaut hat, sollte lieber zu einem Allergiker-Shampoo greifen.

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