Schlafexpertin verrät ihre 5 besten Tipps für besseren Schlaf

Viele von uns sind ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, um besser zu schlafen, sei es durch virale TikTok-Trends, Meditation oder sogar Medikamente.

Der australische Bettwarenhändler Sheridan hat in diesem Jahr ein White Paper zum Thema „Deep Sleep“ in Auftrag gegeben. Aus diesem geht hervor, dass nur 33 % der befragten Australier glauben, dass sie die erforderliche Menge an Schlaf bekommen. Yahoo Lifestyle sprach mit der Schlafpsychologin Rosemary Clancy vom Sydney Sleep Centre, um ihre besten Tipps zur Verbesserung unseres Schlafs zu erhalten.

Schlafexpertin Rosemary Clancy hat ihre Top 5 Tipps für besseren Schlaf verraten. Foto: Getty
Schlafexpertin Rosemary Clancy hat ihre Top 5 Tipps für besseren Schlaf verraten. Foto: Getty

1. Die Sonne nutzen

Rosemary erklärt, dass die Sonne der wichtigste „Kalibrator“ für unseren Schlaf- und Wachrhythmus ist. Wenn unser Körper der Sonne ausgesetzt ist, unterdrückt er das Schlafhormon Melatonin und gibt uns einen Schub an Cortisol, um den Tag zu beginnen.

Für diejenigen, die im Schichtdienst arbeiten oder im Winter früh aufstehen müssen, empfiehlt die Psychologin eine spezielle Brille oder eine Sonnenlampe. Die Re-Timer-Brille und die Sonnenlampe nutzen die Lichttherapie, um den Schlafrhythmus zu regulieren und die Melatoninproduktion zu dämpfen.

2. Nickerchen tagsüber auf 30 Minuten oder weniger begrenzen

Die Schlafexpertin ist der Meinung, dass Nickerchen am Tag vermieden werden oder zumindest nicht länger als 30 Minuten dauern sollten.

„Wenn du ein kleines Nickerchen machst, kommst du nicht in den Tiefschlaf, beeinträchtigst aber den nächtlichen Tiefschlaf“, sagt sie.

Der Tiefschlaf ist für die Produktion der menschlichen Wachstumshormone und für die Immunfunktion entscheidend.

„Er ist sehr wichtig für unsere körperliche Erholung und die Reparatur von Gewebe und Zellen. Er ist essenziell für uns“, betont Rosemary.

Die Sonne zu nutzen ist Rosemarys wichtigster Tipp für besseren Schlaf. Foto: Getty
Die Sonne zu nutzen ist Rosemarys wichtigster Tipp für besseren Schlaf. Foto: Getty

3. Keine Tagesaktivitäten am Tag im Bett

Heutzutage ist es üblich, vor dem Schlafengehen auf elektronischen Geräten zu scrollen, aber die Psychologin betont, wie wichtig es ist, „Tagesaktivitäten“ vom Bett fernzuhalten.

„Wir wollen, dass das Bett mit Schlaf und Schläfrigkeit assoziiert wird und nicht mit Aktivitäten am Tag, die uns emotional beschäftigen, wie z. B. ein Gerät zu bedienen und viele komplexe Aktivitäten des präfrontalen Kortex oder der exekutiven Funktionen auszuführen“, fügt sie hinzu.

4. Es gibt keine „perfekte“ Schlafumgebung

Sie räumt ein, dass die Tipps zur Schlafhygiene – vor allem eine kühle, dunkle und ruhige Schlafumgebung – zwar wissenschaftlich fundiert sind, dass sie die Menschen aber oft verunsichern können.

„Wenn man versucht, es zu perfekt zu machen, kann man tatsächlich Leistungsangst vor dem Schlaf entwickeln“, sagt sie.

Sie erklärt, dass man sich nicht an die Vorstellung einer „perfekten“ Schlafumgebung klammern oder sie als „Garantie für guten Schlaf“ ansehen sollte. Stattdessen sollten man seine Erwartungen realistisch und flexibel halten.

5. Steh auf, wenn du nicht schlafen kannst

Wenn du feststellst, dass du Schwierigkeiten hast, einzuschlafen, empfiehlt Rosemary, aufzustehen.

„Wir müssen aufstehen, wenn wir nicht in der Lage sind, innerhalb von 20 Minuten wieder einzuschlafen oder wenn unsere Emotionen über 60 % liegen, sei es Angst, Frustration, Wut oder sogar Sehnsucht nach Schlaf“, erklärt sie.

Wenn du dein Bett mit gesteigerten Emotionen oder Schlafmangel in Verbindung bringst, kann es noch schwieriger werden, in Zukunft gut zu schlafen. Rosemary weist darauf hin, dass einer der größten Fehler beim Einschlafen darin besteht, es „zu sehr zu versuchen“, wobei die Psychologin darauf hinweist, dass man sich leicht „verheddert“.

Rosemary empfiehlt, aufzustehen, wenn man nachts nicht schlafen kann. Foto: Getty
Rosemary empfiehlt, aufzustehen, wenn man nachts nicht schlafen kann. Foto: Getty

Die Schlafpsychologin ging auch darauf ein, wie Menschen sich selbst medikamentös behandeln, in dem Glauben, dass sie auf diese Weise ihre Schlafqualität verbessern können.

„Am Ende suchen sie nach Beruhigungsmitteln mit Markennamen, die eigentlich den Schlaf verschlechtern. Das führt zu einer Gewöhnung an Schlaftabletten, die den Tiefschlaf mit der Zeit verschlechtern“, sagt sie.

Was die meisten Menschen nicht wissen, ist, dass Beruhigungsmittel den Tiefschlaf nur imitieren und oft zu unterdrücktem Traumschlaf führen können. Sedierung ist nicht dasselbe wie Schlaf und sollte vermieden werden, bis alle anderen Möglichkeiten, wie die oben genannten Tipps, ausprobiert worden sind.

Rachel Choy

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