Schock: Zwei Schwestern erkranken beide im Abstand von nur sechs Wochen an Brustkrebs

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Als die beiden Schwestern Aisling und Margaret Cunningham aus Brisbane beschlossen, gemeinsam ein Unternehmen zu gründen, hätten sie sich nie vorstellen können, dass sie sich am Ende auch gegenseitig bei ihren Brustkrebserkrankungen unterstützen müssten, die nur sechs Wochen auseinander lagen.

Die Schwestern Aisling und Margaret Cunningham kämpften gemeinsam gegen Brustkrebs. Foto: Mit freundlicher Genehmigung
Die Schwestern Aisling und Margaret Cunningham kämpften gemeinsam gegen Brustkrebs. Foto: Mit freundlicher Genehmigung

Die alleinerziehenden Mütter im Alter von 49 bzw. 46 Jahren erhielten beide völlig zufällig die Diagnose Brustkrebs. Indem sie ihre Geschichte öffentlich machen, wollen sie anderen Frauen ermutigen, sich ab ihrem 40. Lebensjahr regelmäßig einer Mammografie und Brustuntersuchung zu unterziehen.

Die zweifache Mutter Margaret war die Erste, die im August letzten Jahres die Diagnose erhielt, nachdem sie eine deutliche Veränderung an ihren Brüsten festgestellt hatte.

"Es war sehr sichtbar, ich konnte es sehen", sagt Margaret gegenüber Yahoo Lifestyle. "Also ging ich zu meinem Hausarzt und er verschaffte mir am nächsten Tag einen dringenden Termin in der Wesley Breast Clinic in Brisbane. An diesem Tag wurde mir mit 99-prozentiger Sicherheit gesagt, dass es sich um Brustkrebs handelt."

Unglückliche Nebenwirkung der Chemotherapie

Die Tests bestätigten die Diagnose Lobulärer Brustkrebs (auch invasives lobuläres Karzinom genannt), eine Art von Brustkrebs, die in den milchproduzierenden Drüsen beginnt. Es folgten sechs Monate Chemotherapie, zwei Operationen im Januar und weitere 30 Bestrahlungen, die Margaret täglich über sich ergehen lassen musste, bis sie die Behandlung im April abschloss.

"Anfangs ging alles sehr schnell", sagt sie und fügt hinzu, dass sie wegen einer unglücklichen Nebenwirkung der Chemotherapie, der sogenannten Avaskulären Nekrose, jetzt verschreibungspflichtige Medikamente einnimmt und auf eine Hüftoperation wartet.

Die zweifache Mutter Margaret war die erste, bei der Brustkrebs diagnostiziert wurde. Foto: Mit freundlicher Genehmigung
Die zweifache Mutter Margaret war die erste, bei der Brustkrebs diagnostiziert wurde. Foto: Mit freundlicher Genehmigung

"Aber die Prognose ist gut. Ich werde jährliche Kontrolluntersuchungen haben. Als wir die Onkologin zum ersten Mal trafen, war sie eine so positive Person, die uns immer wieder daran erinnerte, dass die Krankheit heilbar ist und wir gesund werden", fügt Margaret hinzu.

Als bei Margaret die Diagnose gestellt wurde, war Aisling, die selbst eine kleine Tochter hat, fest entschlossen, sich um ihre Schwester zu kümmern, zumal sie beide alleinerziehende Mütter sind und versuchten, ein Unternehmen zu gründen.

"Ich dachte, ich würde das alles schaffen, aber nur sechs Wochen nach Margarets Diagnose erhielt ich meine Diagnose", erzählt Aisling Yahoo Lifestyle.

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"Ich war zu einer Mammografie und einem Ultraschall gegangen. An diesem Tag wurde eine Biopsie gemacht, und alle sagten: ‚Keine Sorge, es wird schon nichts sein. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr beide es habt?‘"

"Aber ich hatte einfach so ein Bauchgefühl."

Tatsächlich wurde auch bei Aisling Brustkrebs diagnostiziert – allerdings eine andere Art von Krebs: das invasiv duktale Karzinom (IDC), auch infiltrierendes duktales Karzinom genannt, das die häufigste Form von Brustkrebs ist.

"Es ist nicht genetisch bedingt. Es ist also nur ein Zufall. Ich glaube alle, sogar das gesamte Ärzteteam, waren ziemlich schockiert", erzählt sie uns.

Aislings Diagnose kam nur sechs Wochen nach der ihrer Schwester. Foto: Mit freundlicher Genehmigung
Aislings Diagnose kam nur sechs Wochen nach der ihrer Schwester. Foto: Mit freundlicher Genehmigung

Und so wurden Aisling und Margaret zur gleichen Zeit gegen Krebs behandelt.

"Wir wurden sozusagen zur gleichen Zeit behandelt, aber die Behandlung war unterschiedlich. Ich wurde zuerst operiert, während sie ihre Chemotherapie bekam", erklärt Aisling und fügt hinzu, dass sie sich einer doppelten Mastektomie unterzog, gefolgt von einer dreimonatigen Chemotherapie.

"Ich nehme jetzt auch Hormonblocker zur Behandlung. Eine Bestrahlung brauchte ich nicht, weil ich eine Mastektomie hatte. Meine Behandlung war also etwas kürzer als die von Margaret, aber trotzdem nicht schön."

Während der ganzen Zeit unterstützen sich die Schwestern so gut sie konnten.

Während der Krankheit ein Unternehmen gegründet

"Wir wohnen auch direkt nebeneinander, daher war es gut, dass wir uns gegenseitig unterstützen konnten, auch mit den Kindern. Die Kinder kamen zu mir, oder wenn es mir nicht gut ging, gingen sie zu ihr", sagt Aisling.

"Wir haben uns zu unterschiedlichen Zeiten unwohl gefühlt. Auf diese Weise hat es gut funktioniert, dass eine von uns die andere unterstützen konnte."

Und mittendrin beschlossen sie, ihr Unternehmen Lula Eye Mask zu gründen, eine Idee, die Margaret hatte, bevor bei einer von ihnen Krebs diagnostiziert wurde.

"Wir dachten, lass uns das machen. Das klingt großartig. Und wir hatten gerade unser erstes Mustererhalten, ich glaube, in der Woche, in der Margaret die Diagnose erhielt", so Aisling.

"Wir hatten also die Produktmuster und da beschloss ich: Keine Sorge, wir können das immer noch machen, weil sie so leidenschaftlich bei der Sache war, und ich sagte einfach: ‚Ich lasse nicht zu, dass dein Krebs uns aufhält.‘"

Die Lula Eye Mask kam im Juli offiziell auf den Markt. Foto: Mit freundlicher Genehmigung
Die Lula Eye Mask kam im Juli offiziell auf den Markt. Foto: Mit freundlicher Genehmigung

"Natürlich bekam ich dann meine Diagnose, aber wir hatten noch immer die Proben und wir liebten sie einfach. Wir begannen, sie während unserer Behandlungen zu verwenden."

"Wenn wir nachts nicht schlafen konnten, nahmen wir sie beide mit ins Krankenhaus, wenn wir operiert wurden oder an den Chemo-Tagen. So haben wir uns in sie verliebt. Mehr als wir je gedacht hätten, denn wir wussten nicht, wie sehr wir sie brauchen würden."

Wann sind Therapien und Operationen notwendig - und wann nicht?

Die Behandlungen haben ihre Pläne zwar um etwa acht Monate verzögert, aber im Juli dieses Jahres brachten die Schwestern die Lula Eye Mask auf den Markt – eine selbstwärmende Augenmaske, die viel beschäftigte Frauen zur Selbstfürsorge inspirieren soll.

"Ich glaube, wir brauchten eine Ablenkung, denn wir haben auch kleine Kinder, sie sind unter 11 Jahre alt, und wir sind alle damit beschäftigt, dass ihre Tante und ihre Mutter an Krebs erkrankt sind, und wir hätten rund um die Uhr über Krebs sprechen können."

Und Margaret fügt hinzu: "Wir hatten auch viel wunderbare Unterstützung aus der Gemeinde, sodass wir das Geschäft zum Laufen bringen konnten, wir hatten Leute, die für uns kochten, wir hatten großes Glück, dass wir unterstützt wurden."

Produkt kommt bei den Menschen gut an

Die beiden Frauen sind von der Resonanz auf ihr Produkt überwältigt – vor allem von anderen, die möglicherweise selbst vor einer ähnlichen Reise stehen.

"Unser Produkt hat so viele Menschen angesprochen, die eine Krebserkrankung durchmachen oder Familienangehörige haben", sagt Aisling.

"Obwohl es ein Produkt ist, das jeder benutzen kann, haben wir viele nette Nachrichten bekommen, in denen Leute uns mitteilten, sie hätten es während der Chemotherapie oder während einiger Behandlungen benutzt oder kennen jemanden, dem sie es schicken wollen."

"Es ist schön, mit anderen Menschen sprechen zu können, die ebenfalls Behandlungen durchmachen und wir hoffen, dass wir den Menschen auch dabei helfen können."

Kristine Tarbert

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