#schwanger: Wie unrealistisch sind die Beauty-Standards für Schwangere heutzutage?

In den sozialen Medien ist es normal, dass sich die meisten Nutzer nur von ihrer besten Seite zeigen. Aber wenn es um Schwangerschaft geht, stellt sich die Fragen, ob Frauen von den Bildern, die sie dort sehen, nicht vollkommen unrealistische Körpererwartungen bekommen.



Dr. Katrin Tiidenberg von der Universität Aarhus in Dänemark verbrachte ein Jahr damit, Schwangerschaftsfotos auf Instagram zu studieren. Sie stellte fest, dass die meisten Bilder Frauen darstellten, die trotz Schwangerschaft einen "perfekten" Körper und Kurven hatten. "Der weibliche Körper wird so sexualisiert, als wäre die Situation ganz normal. Dieser Diskurs führt dazu, dass Frauen glauben, wenn sie nicht auch so aussehen, ist es ihre Schuld", erklärt sie laut AJ+

Der durchschnittliche schwangere Körper nimmt rund 10-15 Kilo zu und es gibt eine Fülle von Nebenwirkungen und Veränderungen im Aussehen, die den Körper deutlich weniger glamourös als sonst wirken lassen. Tiidenburg erklärt weiter, dass die Bilder von Schwangeren, die Sie auf Instagram sehen, die Mehrheit der Frauen nicht mit einschließen. Laut ihr gibt es in den sozialen Medien nur eine sehr begrenzte Anzahl an "vorgefertigten Identitäten", also wie eine werdende Mutter auszusehen hat, und diese seien zudem auch noch rassifiziert und klassifiziert.



Natürlich fühlt sich nicht jede Frau von jenen Mutterschaftsbildern ausgeschlossen und oft sind solche Bilder auch einfach eine Art, die Veränderungen des Körpers während der Schwangerschaft zu feiern. Wie bei allen Online-Bildern können ständige Vergleiche jedoch zu einem negativen Selbstbild führen.