Schwedische Royals: Warum sie keinen Nachnamen haben

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Wenn es um royale Titel und Namen geht, wird es kompliziert. In Schweden zum Beispiel tragen die gebürtigen Royals keinen Nachnamen.

Die schwedischen Royals (v.l.n.r.): Prinzessin Madeleine, Prinz Daniel, Prinzessin Victoria, König Carl Gustaf, Königin Silvia, Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia
Die schwedischen Royals (v.l.n.r.): Prinzessin Madeleine, Prinz Daniel, Prinzessin Victoria, König Carl Gustaf, Königin Silvia, Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia

Die Geburtsstunde der Dynastie Bernadotte war der 11. Februar 1818: An diesem Tag wurde der französische Marschall Jean Baptiste Bernadotte zu König Karl XVI. Johann proklamiert. Bernadotte ist der Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater des heute amtierenden Königs Carl Gustaf. Dennoch verwenden weder Carl Gustaf noch seine Frau, seine Kinder oder Enkelkinder den Nachnamen Bernadotte. Prinz Daniel und Prinzessin Sofia, der Schwiegersohn und die Schwiegertochter des Königs, aber schon. Wie kann das sein?

Schwedischen Royals: Das steckt hinter dem Namen "Bernadotte"

Schwedische Prinzen und Prinzessinnen, die als solche zur Welt gekommen sind, haben keinen Nachnamen im eigentlichen Sinne. Warum? Tradition. Man könnte auch sagen: Sie sind so bekannt, dass sie keinen Nachnamen nötig haben. In den anderen Monarchien Europas wird das ebenso gehandhabt. "Bernadotte" ist also vielmehr als der Name des Königshauses als der von Individuen zu verstehen (ähnlich wie "Windsor" in der britischen Monarchie).

Prinzessin Sofia und Prinz Daniel heißen mit Nachnamen Bernadotte

Prinzessin Sofia und Prinz Daniel sind als Bürgerliche geboren worden, und zwar als Sofia Kristina Hellqvist und Olof Daniel Westling. Die Prinzessin wird auf der Website des Hofes offiziell als Sofia Kristina Bernadotte geführt. Prinz Daniel behielt zwar seinen Geburtsnachnamen, fügte Bernadotte aber nach der Hochzeit mit Prinzessin Victoria hinzu. Herausgekommen ist Olof Daniel Westling Bernadotte. Das bestätigte 2010 die schwedische Steuerbehörde.

Aber warum trägt die als Silvia Renate Sommerlath in Heidelberg geborene Königin keinen Nachnamen? Die Vermutung liegt nahe, dass sie als Frau des Monarchen eine solch hohe Stellung einnimmt, dass auch sie auf einen Nachnamen verzichtet. Der Ehemann von Prinzessin Madeleine, Chris O'Neill, ist kein Mitglied des Königshauses und hat seinen Nachnamen nach der Hochzeit behalten.

Es gibt Ausnahmen

In bestimmten Situationen greifen die gebürtigen Royals doch auf Bernadotte als Nachnamen zurück – und zwar dann, wenn sie einen Nachnamen verwenden wollen oder müssen. Prinz Carl Philip benutzt ihn zum Beispiel, wenn er bei Autorennen antritt, und Prinzessin Madeleine für das Cover eines von ihr geschriebenen Kinderbuches. Als König Carl Gustaf 2018 zu Gast bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea war, musste er einen Besucherausweis tragen. Auf Fotos deutlich zu erkennen: Im Namensfeld stand Bernadotte.

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Verwendete Quellen:expressen.se, kungahuset.se,svenskdam.se