Schweiz: Cannabis für alle - zum Rauchen, Cremen, Essen

Auf der größten Hanfmesse der Schweiz in Bern haben mehr als 250 internationale Aussteller Neuheiten rund um das Thema Cannabis vorgestellt. Ob klassisch zum Rauchen, als Beauty-Produkt oder auch Kulinarisches - auf der CannaTrade können Fans des "grünen Goldes" auf ihre Kosten kommen. Sogar einen Wettbewerb im Joint-Drehen gibt es.

"Jeder raucht, wir haben den Bankdirektor, die Mutter, einige Großmütter, die ab und zu einen Joint geraucht haben", ist Messe-Chef Ben Arn überzeigt. "Die andere Sache ist CBD, nicht nur zum Rauchen, auch in Form von Öl oder Tropfen", erklärt er einen der jüngsten Verkaufshits.

Lange Zeit als Rauschmittel verpönt, ist mit CBD ein neuer Trend entstanden und die Nutzpflanze Hanf wieder in den Fokus gerückt. CBD Öl (Cannabidiol) ist ein Extrakt, der aus den Blüten und Blättern von Hanfpflanzen hergestellt wird. Im Gegensatz zu THC löst CBD beim Anwender keine psychoaktiven, berauschenden Effekte aus. Daher ist es in vielen Ländern der EU, so auch in der Schweiz, in Österreich und Deutschland frei ohne Rezept erhältlich.

"Heute wird das Rauchen eines Joints als weniger schlimm angesehen. CBD hat auch dazu beigetragen, dass Cannabiskonsumenten nicht mehr als Drogenabhängige oder Menschen mit Problemen gesehen werden, sondern eher wie jemand, die nach der Arbeit gerne ein Bier trinkt", meint der Leiter des Shops "La Belle Verte".

Die CannaTrade wurde 2001 gegründet. Damals erlaubte eine Gesetzeslücke in der Schweiz den Verkauf von Hanf, solange er nicht zu Rauschzwecken verwendet wurde. Eine weitere Gesetzesänderung 2011 hob den maximal zulässigen THC-Gehalt von Industriehanf von 0,3% auf 1% an und legte den Grundstein für den CBD-Markt in der Schweiz.

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