Schweizer Inflation so hoch wie seit 29 Jahren nicht mehr

(Bloomberg) -- Die Inflation in der Schweiz war im Juni mit 3,4% so hoch wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr.

Im Mai lag die Teuerung noch bei 2,9% und damit auch schon deutlich über dem 2%-Ziel der Schweizerischen Nationalbank. Berechnet man den Wert analog zur Methodik der Europäischen Union, lag der Wert im Juni bei 3,2%, verglichen mit 8,6% in der Eurozone.

Russlands Krieg mit der Ukraine war laut SNB ein “wesentlicher Faktor” für die Beschleunigung der Preissteigerungen in der Schweiz, ebenso wie anhaltende Engpässe in den Lieferketten.

Die Zentralbank hatte vor zwei Wochen die Zinsen unerwartet auf minus 0,25% angehoben, um der Inflation entgegenzuwirken. SNB-Chef Thomas Jordan sagte anlässlich des Zinsschritt, dass der Aufwärtsdruck auf die Preise hoch bleibe und möglicherweise weiter gestrafft werden müsse.

Im Juni sagte die Zentralbank eine Inflationsrate für 2,8% für dieses Jahr voraus, sowie 1,9% für das Jahr 2023 und 1,6% für 2024.

Überschrift des Artikels im Original:

Swiss Inflation Hits 29-Year High on Ukraine War, Supply Chains

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