Sechs Gründe, warum wir mehr Rosenkohl essen sollten

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
In den kleinen Kraftpaketen steckt mehr als man denkt. (Bild: Getty Images)

Am Rosenkohl scheiden sich die Geister: Die einen lieben ihn, die anderen schütteln sich allein schon beim Gedanken an den herben und leicht bitteren Geschmack. Dabei sind die kleinen Röschen extrem gesund und können sogar Krebs vorbeugen.

Jetzt ist wieder Rosenkohl-Saison. Das Wintergemüse hat von November bis Januar seine Hauptsaison, es ist preiswert und megagesund – quasi ein Superfood, das diesen Namen auch verdient und außerdem aus der Region kommt. Am besten werden die kleinen Röschen mit wenig Wasser schonend gedünstet, damit sie nicht verkochen und die Vitalstoffe erhalten bleiben.

Hier sind sechs Gründe, warum wir ab sofort mehr Rosenkohl essen sollten:

1. Rosenkohl kann vor Krebs schützen

Mit den kleinen grünen Röschen können Sie Ihr Krebsrisiko reduzieren: Das Wintergemüse enthält jede Menge Antioxidantien, die freie Radikale abfangen und unschädlich machen können. Das schützt die Zellen und die DNA vor oxidativem Stress. Zum anderen enthält Rosenkohl sekundäre Pflanzenstoffe wie zum Beispiel Glucosinolate, die entzündungshemmend wirken. Auch eine antikarzinogene Wirkung wird in der Wissenschaft ernsthaft diskutiert.

2. Rosenkohl ist reich an Ballaststoffen

Die Wissenschaft lenkt ihren Fokus vermehrt auf die Darmgesundheit. Immer mehr Studien kommen zu dem Schluss, dass die Darmflora einen massiven Einfluss auf unsere Gesundheit hat. In diesem Zusammenhang feiern die Ballaststoffe gerade einen großes Comeback. Sie sind nicht nur für eine geregelte Verdauung wichtig, sondern liefern auch Nahrung für bestimmte Bakterien, die wiederum gesundheitsfördernde Stoffe produzieren. Die Studienlage deutet darauf hin, dass ausreichend Ballaststoffe den Cholesterinspiegel verbessern, den Blutzuckerspiegel regulieren und Krankheiten wie Diabetes und Darmkrebs vorbeugen können. 100 Gramm Rosenkohl enthalten bereits knapp vier Gramm Ballaststoffe – mit einer großen Portion haben Sie schon fast ein Drittel Ihres Tagesbedarfs gedeckt.

3. Rosenkohl ist vollgepackt mit Vitalstoffen

Die kleinen Kraftpakete liefern jede Menge Vitamine und Mineralien. Allen voran Vitamin C, gefolgt von Vitaminen aus der B-Gruppe, wie etwa Folsäure, die wichtig für die roten Blutkörperchen sind. Laut der Nationalen Verzehrsstudie erreichen über drei Viertel der Deutschen nicht die empfohlene tägliche Menge Folsäure. Hinzu kommen nennenswerte Mengen Vitamin K für die Blutgerinnung und Vitamin A für die Augen und gesunde Schleimhäute. Außerdem die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium, Zink und reichlich Kalium. Damit diese wertvollen Vitalstoffe nicht verloren gehen, sollten Sie den Rosenkohl am besten nur kurz und schonend garen.

4. Rosenkohl ist kalorienarm

Das Power-Gemüse ist obendrein noch kalorienarm und hilft beim Abnehmen. 100 Gramm Rosenkohl liefern nur 43 kcal. Deshalb sollten Sie sich ruhig eine große Portion davon gönnen – das hält lange satt und ist gesund. Vorausgesetzt, Sie servieren das Gemüse nicht mit einer Extraportion Butter oder Speck.

5. Rosenkohl enthält Omega-3-Fettsäuren

Was viele nicht wissen: Rosenkohl enthält auch die gesunden Omega-3-Fettsäuren, genauer Alpha-Linolensäure. Davon bekommen wir in der Regel sowieso viel zu wenig. Diese Fettsäuren halten die Zellmembranen geschmeidig und sind wichtig für unser Gehirn. In 100 Gramm Rosenkohl stecken 150 Milligramm Omega-3-Fettsäuren. Sie können vor geistigem Verfall und vor Depressionen schützen. Allerdings muss man dazu sagen, dass die pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren weniger effektiv sind als die tierischen aus fettem Fisch.

6. Rosenkohl stärkt die Knochen

Starke Knochen brauchen Vitamin K. Und weil Rosenkohl reichlich davon liefert, kann eine regelmäßige Portion ihre Knochen vor Osteoporose schützen. Studien haben gezeigt, dass Vitamin K die Knochendichte erhöht – was vor allem für Frauen nach der Menopause bedeutend ist. Einziger Nachteil: Das Vitamin kann gerinnungshemmende Medikamente abschwächen, weshalb Patienten, die solche Präparate verschrieben bekommen, bei Rosenkohl maßhalten sollten.