Ich bin selbständig und nehme jedes Jahr 46 Tage Urlaub – so findet ihr die richtige Zahl für euch heraus

Als Selbstständiger Urlaubstage zu planen, kann die Produktivität erhöhen.
Als Selbstständiger Urlaubstage zu planen, kann die Produktivität erhöhen.

Eine der schwierigsten Aufgaben als Selbständige ist es, den eigenen Terminkalender zu planen. Als ich mich vor sieben Jahren selbständig gemacht habe, war mein Terminkalender permanent voll. Ich hatte Angst, dass freie Tage meinem Geschäft schaden würde, also nahm ich nie Urlaub. Stattdessen habe ich mehr als 60 Stunden pro Woche gearbeitet und mich oft sogar an den Wochenenden eingeklinkt.

Nachdem ich zwei Jahre lang so gearbeitet hatte, beschloss ich, mir jedes Jahr eine festgelegte Anzahl von Urlaubstagen zu gönnen. Dieses Jahr sind es 21 Urlaubstage, 20 "Pausentage" und fünf Krankheitstage.

Hier sind die Regeln und Strategien, die ich benutze, um zu entscheiden, wie viele Urlaubstage ich nehmen sollte.

Petra Thomas in der Halbtotalen, die Arme verschränkt, vor einem Weinberg.
Petra Thomas in der Halbtotalen, die Arme verschränkt, vor einem Weinberg.

1. Ich gönne mir mehr Urlaubstage als ich als Angestellte bekäme

Bei dem letzten Unternehmen, für das ich 2015 gearbeitet habe, hatte ich nur 14 Urlaubstage. Das war nicht annähernd genug und die Planung dieser wenigen Tage war stressig. Ich schwor, dass wenn ich mich selbständig machen sollte, mir mehr Urlaubstage gönnen würde, als ich als Angestellte in einem anderen Unternehmen bekäme.

Deshalb schaue ich mir jedes Jahr auf Linkedin oder Indeed offene Stellen an, die meiner Erfahrung und meinem Fachwissen entsprechen, um zu sehen, wie viele Urlaubstage angeboten werden. Da ich oft längere Tage und an Wochenenden arbeite, gönne ich mir mehr Urlaubstage. In der Regel addiere ich mindestens eine Woche zu der Zahl, die ich in den Stellenanzeigen sehe.

2. Ich erstelle eine Bilanz der freien Tage aus dem Vorjahr

Am Ende des Jahres erstelle ich einen Jahresrückblick, als wäre ich eine Angestellte in meinem eigenen Unternehmen. Eine Kategorie dieser Bilanz ist die Anzahl meiner Urlaubstage oder freien Tage, die ich genommen habe. Häufig stelle ich fest, dass ich weniger Urlaub genommen habe, als geplant.

Anstatt das zu sehen und schlicht zu sagen: "Im Jahr 2022 werde ich mir mehr Urlaubstage gönnen", schaue ich zurück und analysiere die Gründe und wann es sinnvoll gewesen wäre, Urlaub zu nehmen oder freie Tage zu nutzen. Auf diese Weise kann ich meinen Urlaub für das kommende Jahr planen und sicherstellen, dass ich genug Urlaub mache.

3. Ich nehme 5 Pausentage pro Quartal

Zu Beginn eines jeden Quartals gebe ich mir fünf zusätzliche freie Tage, die ich jederzeit nehmen kann. Wenn ich keine Reise oder ein Event geplant habe, für das ich diese Tage nutzen muss, wähle ich zufällige Tage während des Monats aus und markiere sie als arbeitsfreie Tage in meinem Kalender.

So kann ich im Voraus einen langen Wochenendausflug planen oder mir einfach einen freien Tag in der Mitte der Woche gönnen, auf den ich mich freuen kann. Ich betrachte diese Tage eher als "Pausentage" statt als Urlaubstage, denn sie dienen der Erholung und dem Abschalten.

4. Ich hole alle zusätzlichen freien Tage nach

Wenn ich mehr Urlaub brauche (z. B. weil ich drei Wochen in die Flitterwochen fahren oder eine Woche freinehmen möchte, um an einem tollen Projekt zu arbeiten), treffe ich eine Abmachung mit mir selbst.

Jeder zusätzliche Tag, den ich mir freinehme, entspricht acht Stunden zusätzlicher Arbeitszeit, die ich im Laufe des Jahres in meinen Zeitplan einbauen muss. Das kann bedeuten, dass ich im August einige Tage um eine oder zwei Stunden verlängere oder mal an einem Sonntag arbeite.

Diese Regeln bei der Einteilung meiner Urlaubstage haben dazu beigetragen, dass ich meinen Terminkalender im Griff habe und meine Arbeit trotzdem nicht zu kurz kommt. Zudem habe ich so nicht das Gefühl, die Flexibilität, die mir das Unternehmertum bietet, auszunutzen.

Dieser Artikel wurde von Ben Peters aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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