Siemens Healthineers prüft Optionen für Diagnostik: Kreise

(Bloomberg) -- Siemens Healthineers AG prüft informierten Kreisen zufolge Optionen für ihre Diagnostiksparte, die zu einem möglichen Verkauf oder einer Abspaltung führen könnten.

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Das Münchner Unternehmen arbeitet mit Beratern im Rahmen einer möglichen Verschlankung des Konzerns an den Optionen, berichten die mit den Überlegungen vertrauten Insider. Das Geschäftsfeld der Analyse von Blut- und Gewebeproben zur Diagnose von Krankheiten könnte den Angaben zufolge mit bis zu 8 Milliarden Dollar bewertet werden. Zu den Interessenten dürften Beteiligungsgesellschaften zählen.

Siemens Healthineers stiegen am Freitagmorgen um bis zu 4,7% und erreichten damit den höchsten Stand seit drei Monaten.

Der Healthineers-Bereich Medizinische Bildgebung ist, wie zu hören ist, nicht Teil der Überprüfung. Sein Produktspektrum umfasst Röntgengeräte, MRT-Scanner und Ultraschallgeräte.

Zu den Geschäftsfeldern von Siemens Healthineers gehört zudem die Sparte Varian, die sich auf Technologien für die Krebsbehandlung konzentriert, sowie eine Abteilung für neuartige Therapien, die Geräte für minimal-invasive klinische Verfahren entwickelt.

Die Überlegungen in Bezug auf die Diagnostiksparte befinden sich den Angaben zufolge noch in frühem Stadium. Siemens Healthineers könnte sich duchaus auch entscheiden, den Bereich zu behalten, hieß es. Siemens Healthineers lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Aktien von Siemens Healthineers sind in diesem Jahr in Frankfurt um 1,4% gestiegen. Der Börsenwert liegt damit bei rund 53,5 Milliarden Euro. Die Siemens AG hält rund drei Viertel der Anteile.

Der bereinigte Umsatz der Diagnostiksparte von Siemens Healthineers ist im dritten Geschäftsquartal um etwa ein Fünftel auf 1,1 Milliarden Euro gesunken, da der Schub durch Corona-Schnelltests weggefallen ist.

Überschrift des Artikels im Original:Siemens Healthineers Is Said to Mull Options for Diagnostics Arm

--Mit Hilfe von Ruth David.

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