Die „Silence Breaker“ sind die Person des Jahres des Time-Magazins

Meghan De Maria

Das Time -Magazin hat die Person des Jahres gekürt, und die Auszeichnung hätte weder zeitlich noch thematisch passender sein können: Eine Gruppe, die unter Anderem aus den Schauspielerinnen Rose McGowan und Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift und dem Ex-Athleten und Schauspieler Terry Crews besteht wurden damit ausgezeichnet, sich öffentlich gegen sexuellen Missbrauch laut gemacht und den Diskurs unter dem Hashtag #MeToo ins Rollen gebracht zu haben.

Die ausgezeichneten Personen sind nicht alle Schauspieler*innen, aber sie haben eines gemeinsam: Sie sind alle betroffen und haben öffentlich Stellung bezogen. Seitdem so viele aus der Entertainmentindustrie mit ihren persönlichen Geschichten an die Öffentlichkeit traten, wird der mediale Diskurs im Zuge des Skandals um Produzenten Harvey Weinstein täglich lauter – zurecht.

In der Liste der „Silence Breaker“ befinden sich außerdem Hausdamen, eine Krankenpflegerin, eine Senatorin, eine Spülerin, eine Food-Bloggerin und viele andere. Neben intimen Portraits veröffentlichte das Time-Magazin zudem Statements der jeweiligen Personen, die das Ausmaß des Themas ein weiteres Mal vor Augen führen.

Auch dass Taylor Swift die Plattform für eines ihrer sonst eher raren Interviews nutzte, macht die Notwendigkeit einmal mehr klar. In ihrem „Person of the Year“-Statement erzählt Swift, wie es sich anfühlte, den Radiomoderator David Mueller vor Gericht zu bringen – allein der Sache halber. (Swift verklagte den ehemaligen Moderator auf einen Dollar – und gewann.)

„Ich habe gedacht: Wenn er mich unter so riskanten Bedingungen bedrängt, was tut er dann mit jüngeren, weniger bekannten Artists, wenn ihm niemand dabei zusieht“, so Swift im Time -Feature.

Im letzten Jahr kürte das Time -Magazin Präsident US-Donald Trump zur „Person of the Year“. Die Redaktion hat außerdem bestätigt, dass Trump auch in diesem Jahr zur Debatte stand. Neben ihm waren auch Regisseurin Patty Jenkins, Footballer und Aktivist Colin Kaepernick, Kim Jong Un, der FBI-Sonderermittler Robert Mueller und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping nominiert.

Dir gefällt, was du liest? Gönn' dir noch eine Dosis R29, genau hier!

Weder Generation X noch Millennials – brauchen wir die Mikrogeneration Xennials?

29 Celebrities, denen du jetzt auf Instagram folgen solltest

Jennifer Lawrence erklärt, wieso sie ihre Nacktfoto-Hacker nicht angezeigt hat