Skurriler Zwischenfall: Mit viel Körpereinsatz zur Kofferraum-Leiche

Antonia Wallner
Freie Autorin

Ein merkwürdiger Zwischenfall rief am Samstagabend die Polizei Südhessen in den Landkreis Lampertheim-Rosengarten auf den Plan. Eine Frau rief von ihrem Wagen aus an und meldete eine Leiche im Kofferraum eines anderen Autos. Die Beamten fackelten nicht lange: Alarmstufe rot – und rückten aus. Vor Ort fanden sie dann eine skurrile Situation vor.

Eine Leiche im Kofferraum passiert eher selten. (Bild: Getty Images)

Die Situation könnte direkt aus dem Drehbuch eines Krimis kommen: Sie fahren auf der Bundesstraße und plötzlich entdecken Sie im Wagen vor Ihnen einen Arm, der leblos aus dem Kofferraum hängt. Was würden Sie denken? Klarer Fall: Da ist eine Leiche drin! Im Film würde der Held oder die Heldin wahrscheinlich den Schurken auf eigene Faust stellen und die Verfolgung aufnehmen.

In der echten Version, die sich im Landkreis Lampertheim-Rosengarten auf der B47 abgespielt hat, reagierte die Entdeckerin ziemlich profan – und absolut richtig: Sie rief die Polizei. Ihre Schilderung: “Plötzlich habe sich der Kofferraum geöffnet und den Blick auf eine bäuchlings liegende Person ergeben, deren Arm lose herausbaumelte.“ So beschreibt es die Polizei Südhessen in einer Pressemeldung. Nein, es sei keine Puppe sondern ganz sicher eine Leiche. Am Steuer würde eine Frau sitzen.

Des Rätsels Lösung

Nun kommen solche hollywoodreifen Mordfälle bei uns eher selten vor, aber nichtsdestotrotz gibt es zu viele Verrückte da draußen. Also nix wie hin zur Adresse der vermeintlichen Täterin. Dort kam dann die skurrile Lösung der “Hand im Kofferraum“: Die Frau und ihr Ehemann hatten eine neue Küchenarbeitsplatte gekauft. Nachdem so eine Platte in der Regel ziemlich lang und sperrig ist, ragte diese hinten aus dem Auto heraus. Um zu verhindern, dass das gute Stück aus dem Kofferraum fällt, hatte sich der Mann bäuchlings auf die Arbeitsplatte gelegt und sie quasi umarmt.

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Zugegeben, eine ziemlich fantasievolle und ganz sicher nicht gerade bequeme Methode. Eine Hand ragte bei dieser Haltung dann aus dem Kofferraum heraus, um die Heckklappe festzuhalten. Kollektives Aufatmen bei den Behörden, die abschließend betonten, dass die Anruferin alles richtig gemacht hätte. Frei nach dem Motto: Lieber einmal zuviel anrufen.

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