Smartphones und Laptops im Winter – so schützt du die Geräte vor der Kälte

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Kälte im Winter kann den Akku langsamer werden lassen. (Symbolbild: Getty Images)

In der kalten Jahreszeit sollte man nicht nur darauf achten, sich selbst möglichst dick einzupacken – auch Smartphones und Laptops mögen es gerne warm. Für elektronische Geräte kann die Kälte im Winter schnell zum Problem werden. Das kannst du tun, um deine Tech-Geräte zu schützen.

Es sind vor allem zwei Dinge an Geräten wie Smartphones, Tablets oder Laptops, die im Winter besonderen Schutz brauchen: Akkus und Displays. Diese Bestandteile reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen. Aber auch vor Nässe sollte man diese Bestandteile wenn möglich schützen.

Kälte macht Akkus langsamer

Der Grund, warum Smartphones sich im Winter gerne mal ohne Grund ausschalten oder generell langsamer sind, liegt an chemischen Prozessen im Akku. Denn in den meisten Geräten sind sogenannte Lithium-Ionen-Akkus verbaut, in denen sich die Ionen in einer Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen. Diese wird bei Kälte zäher – damit sinkt die Leistungsfähigkeit des Akkus.

Sascha Nowak vom Batterieforschungszentrum (MEET) der Universität Münster erklärte dem MDR: “Das ist wie bei Wasser, das langsam einfriert. Die Lithium-Ionen werden bei Kälte träger, bis sich nichts mehr bewegt. Dann fließt kein Strom mehr und die Smartphones können sich sogar ausschalten.” Vor allem ältere Geräte seien davon betroffen.

Am besten schützt man Smartphones im Winter mit Körperwärme vor der Kälte. (Symbolbild: Getty Images)

Richtiger Schutz gegen die Kälte

Die Lösung für dieses Problem: Am besten man trägt das Gerät besonders nah am Körper und hält es damit automatisch warm. Bei Smartphones ist das besonders leicht. Die kleinen Geräte sind ganz einfach in der Hosentasche zu tragen. Laptops oder Tablets können beispielsweise eng am Rücken in einem Rucksack getragen werden, sollten dazu allerdings zusätzlich gut eingepackt sein.

“Es hieß früher mal, besser Smartphones bei Kälte gar nicht benutzen, aber so kalt sind die deutschen Winter dann doch nicht. Nutzen Sie es bei Kälte, aber bewahren Sie es nah am Körper auf”, so Sascha Nowak.

Temperaturschwankungen unbedingt vermeiden

Eine Sache sollte man allerdings zusätzlich bedenken: Elektronische Geräte haben nicht nur etwas gegen Kälte, sondern auch gegen Temperaturschwankungen. So können Displays genau wie Fensterscheiben oder Brillengläser anlaufen, wenn man sie von der Kälte ins Warme bringt.
Das Kondenswasser kann Smartphones oder Laptops beschädigen, oder gar einen Kurzschluss auslösen.

Experten raten deshalb dazu, Tech-Geräte noch eine Weile in der Tasche zu behalten, wenn man ins Warme geht, um sie langsam warm werden zu lassen. Und eine weitere Sache gilt es zu beachten: Elektronische Geräte zum Aufwärmen oder Trocknen niemals auf die Heizung legen!