So geht YouTube gegen Fake News zum Klimawandel vor

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YouTube verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen Fake News zum Klimawandel. (Bild: Getty Images / Sean Gallup)
YouTube verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen Fake News zum Klimawandel. (Bild: Getty Images / Sean Gallup)

Google sagt Leugnern des Klimawandels den Kampf an: Künftig werden Werbeanzeigen, die Fake News darüber propagieren, von YouTube geblockt.

Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz gibt es noch immer viele Menschen, die den Klimawandel leugnen. Google will Verschwörungstheorien zur Erderwärmung nun nicht länger eine Bühne bieten. Ab November unterbindet der Konzern laut "Variety" die Monetarisierung von YouTube-Videos von Anbietern, deren Anzeigen dem "wissenschaftlichen Konsens" widersprechen. Zwar lässt der Videodienst weiter Videos mit Verschwörungstheorien zu, allerdings verhindert der Werbebann, dass die Ersteller der Clips damit Geld über das YouTube-Partnerprogramm verdienen.

Zur Überprüfung der Inhalte setzt Google auf eine Mischung aus automatisierten Tools und menschlichen Prüfern. Durch diese Kombination sollen Inhalte, die die Bestimmungen verletzen, identifiziert werden. "In den letzten Jahren haben wir von einer wachsenden Zahl unserer Werbe- und Verlagspartner gehört, die Bedenken über Anzeigen geäußert haben, die unzutreffende Behauptungen über den Klimawandel tätigen", begründete Google den Schritt in einer Mitteilung. Und weiter: "Verleger und Urheber wollen nicht, dass Anzeigen, die diese Behauptungen unterstützen, auf ihren Seiten oder Videos erscheinen."

YouTube verbietet auch Verschwörungstheorien über Covid-Impstoffe

Zu den Kriterien, die eine Blockierung von Werbeanzeigen nach sich ziehen, zählt unter anderem die Bezeichnung des Klimawandels als Schwindel oder Betrug und das Abstreiten des menschengemachten Klimawandels. Bei der Ausgestaltung der neuen Maßnahme habe man "maßgebliche Quellen" zum Thema Klimawissenschaft konsultiert, wie Google erklärte - unter anderem Experten der Vereinten Nationen.

Schon seit Jahren fordern Kritiker von Google, gewissenhafter gegen die Verbreitung von Fake News vorzugehen. Zu der neuen Strategie des Konzerns passt auch ein Schritt, den YouTube vergangene Woche bekannt gemacht hatte: Das Videoportal hatte damals Inhalte verboten, die falsche Behauptungen und Verschwörungstheorien über die zugelassenen Covid-Impfstoffe enthalten.

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