So gesund ist ein heißes Bad

Baden oder Duschen - das ist für viele eine Grundsatzfrage. Für diejenigen, die ein Vollbad bevorzugen, gibt es gute Nachrichten, denn sich in der gefüllten Wanne zurückzulehnen ist nicht nur entspannend, sondern auch gesund.

Baden ist entspannend und gesund - und war für Körper und Seele (Bild: Getty Images)

Wenn ihr zur Vollbad-Fraktion gehört, müssen wir euch nicht erzählen, wie gut ein heißes Bad für die Psyche ist. Kaum etwas steht mehr für Self-Care als im heißen Wasser zu relaxen und sich vom beruhigenden Duft wohltuender Öle oder Badekugeln einlullen zu lassen. Doch schon gewusst, dass ihr auch körperlich profitiert?

Baden kurbelt die geistigen Fähigkeiten an

Keine Frage, nach einem Bad fühlt man sich erfrischt und entspannt, doch mit dem richtigen Badezusatz hilft es sogar unserem Gehirn auf die Sprünge. Eine Studie von 2016 hat den Effekt von regelmäßigem Baden in mineral- und salzhaltigem Wasser untersucht und festgestellt, dass es nicht nur Stress reduziert und schmerzlindernd wirkt, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten der Probanden verbesserte.

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Baden verbrennt Kalorien

Natürlich kann das Plantschen in der Wanne Sport nicht ersetzen, doch der Temperaturausgleich, den das heiße Wasser im Körper ankurbelt, macht sich durchaus bemerkbar. Forscher stellten fest, dass ein einstündiges Vollbad bis zu 130 Kalorien verbraucht - das ist vergleichbar mit einem 30-minütigen, zügigen Spaziergang.

Baden senkt den Blutzuckerspiegel

Auch auf den Stoffwechsel wirkt sich das heiße Wasser positiv aus. Unser Körper reagiert auf die schnelle Erwärmung mit der Ausschüttung spezieller Proteine, die Zuckermoleküle binden. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel wird um bis zu zehn Prozent gesenkt.

Wie oft ist gesund?

Eine Obergrenze bei der Anzahl gibt es im Grunde nicht. Dass Baden die Haut austrocknet, hängt rein von dem Badezusatz der Wahl ab. Wer dem Wasser pflegende und rückfettende Öle hinzufügt, tut seiner Haut eher etwas Gutes.

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Entscheidend sind vielmehr die Länge und Temperatur. Vor allem der Kreislauf kann ab 20 Minuten in heißem Wasser langsam schlappmachen. Auch Temperaturen über 40 Grad können den Körper eher belasten. Und obwohl ein Vollbad bei leichter Erkältung Wunder wirken kann, sollte man bei Fieber der Wanne lieber fernbleiben.

So schön es auch ist: Viel länger als 20 Minuten sollte ein Bad nicht dauern (Bild: Getty Images)

Übrigens: Auch wenn ein Vollbad für die meisten ein reines Wintervergnügen ist, kann es auch immer Sommer einen erfrischenden und sogar abkühlenden Effekt haben. Hierbei sollte das Wasser allerdings auf keinen Fall zu kühl eingestellt sein. Belebend ist bei heißen Temperaturen draußen insbesondere lauwarmes Wasser. Ist es kälter als 20 Grad, produziert der Körper wiederum Hitze als Ausgleich, und man schwitzt danach umso mehr.

Geht das auch umweltschonend?

Einen Haken hat das Ganze natürlich trotzdem: Ein Vollbad verbraucht bis zu 150 Liter Wasser - eine Dusche hingegen etwa 15 Liter pro Minute. Wer also nicht gerade eine Viertelstunde unter der Brause steht hat einen weitaus geringeren Wasserverbrauch und damit eine bessere Umweltbilanz als diejenigen, die täglich baden.

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Mit ein paar Tipps lässt sich aber auch für Duschmuffel der Verbrauch reduzieren. Wer wirklich häufig badet, sollte darüber nachdenken, eine kleinere Wanne zu installieren. Kleinere Modelle kommen schon mit 75 Litern aus.

Spezielle Ökowannen sind außerdem so konstruiert, dass das gebrauchte Badewasser direkt in den Spülkasten der Toilette abgeleitet wird. Wer kein neues Wannensystem installieren will, kann das Badewasser auch in Eimer abfüllen und es auf diese Weise zur Toilettenspülung oder -reinigung verwenden.

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