So hat die Lieblingsjeans ein langes Leben

Wir mussten alle schon diesen herzzerreißenden Moment erleben, wenn man in die Lieblingsjeans schlüpft und feststellt, dass sie nicht mehr richtig sitzen, sich Löcher an unvorteilhaften Stellen befinden oder die Farbe ausbleicht – und zwar nicht auf trendige Weise. 

Dabei ist es gar nicht mal so schwer, sich richtig um seine Jeans zu kümmern, wie Real Simple uns beweist.

Als Erstes gilt: Ja, auch Jeans müssen gewaschen werden. Die hartnäckigen Gerüchte, dass man Denim nicht waschen dürfe, sind nicht nur falsch, sondern auch ganz schön eklig. "Bakterien und Dreck können die Fasern angreifen", erklärt Genah Kim, eine Designerin von AG Jeans. Man muss sie nicht oft waschen, aber nach drei- bis fünfmaligem Tragen ist eine Reinigung zu empfehlen. Wer glaubt, die Wäsche vermeiden zu können, indem er die Jeans in den Gefrierschrank packt, liegt leider falsch. Die Geruch verursachenden Bakterien werden nur ruhen, aber sich erholen, sobald die Hose aus den eisigen Temperaturen geholt wird. Also, sparen wir uns den zitternden Hüpftanz, wenn wir die Jeans im Frierer vergessen haben, diese aber dringend anziehen müssen, um ein Outfit zu komplettieren. 

Der Gefrierschrank ist zwar keine Option, aber Hitze auch nicht. Das dunkle Tintenblau hält sich am besten, wenn man die Hose in kaltem Wasser wäscht (was zudem noch Geld spart). Noch besser ist es, die Jeans per Hand in einem kalten Bad einzuweichen, denn je weniger Hitze und Bewegung die Hose aushalten muss, desto leuchtender bleiben die Farben.

Ausgeleierte Knie verhindert man mit dem richtigen Material. Normalerweise sind Skinny-Jeans viel zu schnell durch diese lästig ausgebeulten Knie ruiniert, aber wer Jeans mit Lycra kauft, verhindert dies. Das Material passt sich an den Körper an und behält die Form bei.

Außerdem sind Risse und Löcher nicht das Ende der Lieblingsjeans. Wer nicht sowieso auf Ripped-Jeans steht, sollte sich die Nähmaschine zum besten Freund machen. Man kann das Flicken den Profis überlassen, ober sich selbst an Nadel und Faden wagen.

 

Vorsicht ist bei verzierten Jeans geboten. Hosen mit Stickereien, Nieten, Perlen oder sonstigen Aufnähern sind zwar heutzutage immer beliebter, bedürfen aber einer Handwäsche und sanften Waschmitteln. Es empfiehlt sich auch, die Jeans nicht zu zerknüddeln oder auszuwringen, solange sie nass sind, damit sie die Form beibehalten.

Das Einlaufen verhindert man einfach damit, die Jeans nicht in den Trockner zu geben. Die Jeans, die man in kaltem Wasser gewaschen hat (wer hat aufgepasst?), hängt man auf und lässt sie lufttrocknen. Ansonsten ist man sich plötzlich aus vollkommen unerklärlichen und unnötigen Gründen seines Gewichtes viel zu sehr bewusst...

Lang lebe die Jeans!