So holst du das Beste aus dem Saunabesuch heraus

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Bei eisigen Temperaturen ist ein Saunabesuch nicht nur eine willkommene Rettung samt garantierter Entspannung, sondern stärkt obendrein auch noch die Gesundheit. Vorausgesetzt, du beachtest diese wichtigen Dinge.

Bei Kühlschranktemperaturen tut ein Saunabesuch besonders gut. (Bild: Getty Images)

Langfristig wirken sich regelmäßige Abstecher in die Sauna positiv auf den Körper aus, doch kurzfristig ist die Hitze erst einmal eine Belastung. Um da nicht noch einen draufzusetzen, sollte man weder ausgehungert noch mit vollgeschlagenem Bauch in die Sauna gehen. Nach größeren Mahlzeiten solltest du mindestens eine Stunde warten, davor genug getrunken haben und nicht zu spät in die Sauna gehen, damit du danach auch gut schlafen kannst.

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Nicht zu lange und mit genügend Ruhepausen

Vor dem ersten Saunagang solltest du dich abduschen und ab dann auf deinen Körper hören. Bei einem Saunabesuch gelten drei Gänge bis zu jeweils 15 Minuten als normal, aber das bedeutet nicht, dass du das auch durchziehen musst. Wichtig ist, dass du dich nach jedem Gang kalt abduscht oder, sofern du nicht unter Bluthochdruck leidest, ins Tauchbecken steigst. Der Wechsel zwischen starken Hitze- und Kältereizen trainiert die Gefäße, stärkt das Immunsystem und regt den Stoffwechsel an. Auch ohne das Abtauchen im Eiswasser oder die kalte Dusche kann sich der Körper zwischen den Saunagängen abkühlen: Durch den Aufenthalt an der frischen Luft. Danach solltest du dich gut abtrocknen und vor dem nächsten Saunagang eine Pause von mindestens zehn Minuten im Ruheraum einlegen, gerne aber auch länger.

Aufgüsse verstärken die Erwärmung des Körpers – sind aber nicht für alle Menschen geeignet. (Bild: Getty Images)

Was ist mit Aufgüssen?

Aufgüsse in der Sauna sorgen durch den Wasserdampf dafür, dass die Luftfeuchtigkeit steigt und der Schweiß auf der Haut weniger schnell verdunsten kann, damit sich der Körper noch weiter erwärmt. Insofern sind sie eine zusätzliche Belastung für den Körper, der seine Temperatur schwerer regulieren kann. Darum ist die Abkühlphase nach Aufgüssen auch besonders wichtig. Sind Allergiker und/oder Kinder in der Sauna, sollte man auf Aufgussöle verzichten. Am verträglichsten sind naturreine Zusätze, die aus Kräutern bestehen.

Wer muss vorsichtig sein?

Wer einen grippalen Infekt hat, sollte so lange nicht in die Sauna gehen, bis dieser überstanden ist. Schwangere, chronisch Kranke oder Menschen mit hohem Blutdruck oder Herz- und Venenkrankheiten sollten im Vorfeld mit ihrem Arzt besprechen, ob ein Saunabesuch sinnvoll ist.

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So gut können sich Saunabesuche auf den Körper auswirken

Spricht aus medizinischer Sicht nichts gegen das Saunieren, kann es sich auf vielfache Weise positiv auf deine Gesundheit auswirken:

Zunächst einmal ist ein Saunabesuch, für den man sich am besten um die drei Stunden Zeit nehmen sollte, für die meisten Menschen entspannend.

Die Zellneubildung wird angeregt, alte Hautschüppchen werden entfernt, die Haut wird weich und kann Pflegeprodukte besonders gut aufnehmen.

Das Schwitzen wirkt entschlackend und führt dazu, dass Stoffwechselendprodukte ausgeschieden werden und der Stoffwechsel angeregt wird.

Durch die Temperaturunterschiede werden die Gefäße trainiert, die sich schneller verengen oder weiten und sich dadurch besser an unterschiedliche Temperaturen anpassen können.

Durch den Temperaturanstieg werden die körpereigenen Abwehrzellen aktiviert, das Immunsystem wird stärker und ist für Infekte nicht mehr so anfällig.

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