So meisterst du dein nächstes Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch entscheidet darüber, ob du deinen Traumjob bekommst oder nicht. Dabei kannst du mit einigen hilfreichen Tipps einfache Fehler vermeiden und deine Chancen erhöhen. Für dein Bewerbungsgespräch solltest du also perfekt vorbereitet sein.

Hier kommen einige Dos und Don'ts für dein nächstes Vorstellungsgespräch. Dann klappt es wahrscheinlich auch mit deinem Traumjob!

Sei pünktlich
Auch wenn du genau weißt, wo du hin musst und wie du dahin kommst, vermeide auf jeden Fall Verspätungen und mach dich früh genug auf den Weg. Unpünktlichkeit macht immer einen schlechten Eindruck. Wenn du nicht genau weißt, wo es hingeht, plane einen extra Puffer ein.

Bleib ruhig
Wenn der Interviewer dir eine absurde Frage stellt, antworte einfach so gut, wie du kannst. Diese Fragen dienen oft dazu, das Eis zu brechen und haben keinen anderen Grund.

Lies deinen Lebenslauf vor dem Interview
Es ist normal, dass Firmen einen Lebenslauf anfordern und im Interview Punkt für Punkt durchgehen. Du solltest also deinen Lebenslauf noch einmal durchgehen und dich darauf vorbereiten, jeden Punkt erläutern zu können.

Erkundige dich über die Firma
Und wenn wir "erkundigen" schreiben, meinen wir: Studiere deinen künftigen Arbeitgeber! Gewinnzahlen, Anzahl der Mitarbeiter, Gründungsdatum etc. Dadurch zeigst du, dass du wirklich Interesse an dem Job hast.

Wie geht man mit Kritik um?
Dies ist eine der am häufigsten gestellten Fragen in einem Vorstellungsgespräch. Erkläre, dass du Kritik immer als eine Chance siehst, dich selbst und deine Arbeitsweise zu verbessern. Auch wenn du Kritik nicht wirklich gut verpacken kannst, solltest du im Vorstellungsgespräch herausstellen, dass du Kritik nicht persönlich nimmst. Versuche, Beispiele aus der Vergangenheit heranzuziehen, in denen du Kritik ausgesetzt warst.

"Erzähl mir von deinen früheren Jobs"
Sogar wenn du deinen letzten Job gehasst hast wie die Pest, darfst du das deinem potenziellen Arbeitgeber nicht auf die Nase binden. Mache klar, dass der letzte Job dir sehr dabei geholfen hat, deine Fähigkeiten zu verbessern.

"Warum glaubst du, die richtige Person für diesen Job zu sein?"
Manche Menschen machen solche Fragen nervös. Dabei ist die Antwort eigentlich sehr einfach. Arbeite die Ähnlichkeiten zwischen den Anforderungen der Firma und deinen Fähigkeiten heraus und stelle sie in den Vordergrund. Wenn du nicht über die geforderten Fähigkeiten verfügst, solltest du am besten nach einem anderen Job suchen oder deine Fähigkeiten den Erfordernissen anpassen.

"Wo siehst du dich in fünf Jahren?"
Diese Frage wird mit Sicherheit gestellt werden. Selbst wenn du noch keine Ahnung hast, was du morgen zu Mittag essen wirst, darfst du nicht vergessen, diese Frage auf einfache und objektive Weise zu beantworten. Stell dir vor, dass du eine grundlegende Vision deiner Zukunft hast: ein eigenes Zuhause, ein stabiles Leben, in der Firma befördert zu werden etc.

"Was erwartest du von deinen Vorgesetzten?"
Sei nicht zu wählerisch oder antworte zu detailreich. Eine einfache Antwort reicht oft aus. Antworte zum Beispiel, dass er inspirierend und fair sein sollte.

"Was motiviert dich zu Höchstleistungen?"
Eine gute Antwort wäre: Disziplin, Integration und ein gutes Arbeitsumfeld. Eine schreckliche Antwort wäre: das Gehalt.

"Wirst du die Interessen der Firma den deinen voranstellen?"
Wenn du nicht wieder von vorne anfangen und jeden Tag nach einem Job suchen willst oder wenn die Firma, bei der du anfangen willst, nicht wie Google ist, dann ist die kurze und einfache Antwort: ja.

"Was ist wichtiger – Gehalt oder Job?"
Zögere nicht. Niemand möchte unbezahlt arbeiten. Erkläre, dass beides wichtig ist und sich sowohl die monetäre als auch die geistige Zufriedenheit die Waage halten müssen.

"Wie gleichst du deine mangelnde Erfahrung aus?"
Diese Frage wird vor allem jüngeren Bewerbern gestellt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass du dich nicht bewerben solltest. Versuche während des Interviews, die Ähnlichkeiten zwischen den Erfahrungen, die du bereits gemacht hast, und den Erfordernissen für den Job herauszustellen.

"Siehst du dich als Führer oder als Folgender?"
Eine gute Antwort wird immer deine Führungsqualitäten in den Vordergrund stellen und Situationen, in denen du sie eingesetzt hast. Allerdings solltest du auch betonen, dass du kein Problem damit hast, Anweisungen zu befolgen – alles im Interesse der Firma, versteht sich.

"Wie arbeitest du in einem Team?"
Eine andere Antwort als "sehr gut", gefolgt von einigen Beispielen, ist nicht wirklich geeignet, um einen Job zu bekommen. Selbst wenn du nicht wirklich glücklich bist in einem Team, gewöhne dich dran, denn du wirst vermutlich in einem arbeiten müssen.

Gib Beispiele
Du wirst viele Fragen hören, die nur mit "ja" oder "nein" beantwortet werden können. Doch obwohl der Interviewer vielleicht nicht gezielt fragt, solltest du immer ein paar Beispiele von Situationen heranziehen, die deine Antwort unterstützen.

"Wie lange wirst du für uns arbeiten?"
Du musst keine genaue Antwort geben, aber es sollte sich auch nicht so anhören, als würdest du im nächsten Monat schon wieder gehen wollen. Mach klar, dass du für eine Weile bleiben möchtest.

"Was sagen deine Kollegen über dich?"
Hier ist Ehrlichkeit der Schlüssel. Erinnere dich an die guten und die schlechten Dinge, die du bereits über dich gehört hast und beantworte damit die Frage. Wenn dir nichts einfällt, dann hast du ein Problem.

"Warum warst du so lange arbeitslos?"
Wenn du für eine relativ lange Zeit ohne Arbeit warst, solltest du herausstellen, wie du diese Zeit sinnvoll genutzt hast. Sag, dass du mehr Erfahrung gesammelt hast, Kurse und Seminare besucht hast etc. Sag besser nicht, dass du nichts gemacht und nur zu Hause rumgesessen hast.

"Warum sollten wir dich einstellen?"
Was auch immer du sagst, vergleiche dich nie mit dem Interviewer.

"Warum hast du deinen letzten Job gekündigt?"
Solltest du aus Gründen von Inkompetenz gefeuert worden sein, ist das Interview hier für dich vermutlich beendet. Du solltest auf jeden Fall ehrlich sein und deine Version der Geschichte erklären.

"Was sind deine Schwächen?"
Idealerweise antwortest du mit "Schwächen", die in Wahrheit versteckte Stärken sind oder mit Schwächen, die einfach zu korrigieren sind.

"Erzähle mir was über dich"
Hier gibt es keine richtige Antwort, es ist aber ratsam, objektiv zu antworten und Beispiele von Dingen zu nennen, die einen Bezug zu beruflichen Erfahrungen haben. Versuche, nicht zu viel über dein Leben zu erzählen.

"Wie organisierst du dich?"
Auch wenn du eine eher unorganisierte Person bist, solltest du erklären, dass du immer versuchst, beispielgebend zu sein und versuche, spezielle Situationen zu erinnern, in denen du deine Arbeit oder ein Team organisieren musstest.

"Bist du erfolgreich?"
Ja, immer. Erfolg bedeutet nicht, dass man die Welt erobert hat. Kleine Dinge, die du in deinem Leben erreicht hast und auf die du sehr stolz bist, sind die Beispiele, die der Interviewer hören will.

"Hast du noch Fragen?"
Wenn du diese Frage gestellt bekommst – und davon kannst du so gut wie sicher ausgehen– stelle eine Frage die Firma betreffend und zeige, dass du selbst einige Erkundigungen angestellt hast.

Vermeide einige Fragen
Man muss aber darauf achten, keine Dinge zu fragen, die nicht mit einer einfachen Suche im Internet zu klären gewesen wären. Versuche zudem, Fragen zu vermeiden, die den Interviewer in eine unangenehme Position bringen. Fragen wie "Wie oft wird man hier befördert?" oder "Können Sie mir mehr über die Mitglieder des Teams erzählen?" sollte man nicht stellen. 

Vermeide "Ich"
Sprich nicht über den Job, als wäre er schon deiner. "Was wäre denn mein monatliches Gehalt?" hört sich eher ungünstig an. Besser klingt "was wäre denn die ungefähre monatliche Bezahlung für die Position?"