So verschickst du (einigermaßen) sicher Nackt-Selfies

Kasandra Brabaw

Würden wir in einer perfekten Welt leben, könnten wir sexy Fotos und Videos von uns verschicken, ohne uns Gedanken machen zu müssen, dass diese Bilder vielleicht in die falschen Hände gelangen. In der realen Welt jedoch ist mit dem Versenden von Nackt-Selfies immer ein gewisses Risiko verbunden. Du könntest das Bild zum Beispiel aus Versehen an die falsche Person schicken. Oder es könnte, selbst wenn es bei der oder dem Empfänger landet, an den du es schicken wolltest, ohne deine Zustimmung geteilt werden.

Das Teilen von Nacktbildern ohne die Zustimmung der gezeigten Person passiert vor allem dann häufig, wenn Ex-Partner*innen sich nach einer unschönen Trennung am anderen rächen wollen, indem sie ihre oder seine intimen Fotos verschicken. Obwohl wir natürlich um die Risiken wissen, teilen viele von uns trotzdem weiterhin sexy Videos und Fotos, in denen wir zu sehen sind. Der Grund dafür ist einfach auszumachen: Es macht Spaß und ist im Zeitalter von Sexting eine Art des Vorspiels, mit der man seine*n Partner*in schon mal auf den Abend einstimmen kann. In Fernbeziehung können diese Bilder außerdem helfen, die Leidenschaft am Leben zu halten.

Dabei müssen wir uns beim Verschicken von Nackt-Selfies nicht komplett angreifbar machen. Totale Sicherheit gibt es in diesem Bereich zwar nicht, aber wir haben einige Tipps zusammengetragen, mit denen du deine Privatsphäre immerhin bis zu einem bestimmten Grad schützen kannst.

Ein vertrauenswürdiger Partner

Bevor du ein Nacktbild von dir verschickst, halte inne und frag dich: Vertraue ich der Person, der ich das Foto schicke, voll und ganz? Ist die Person jemand, von der oder dem ich mir vorstellen könnte, dass sie oder er das Bild abspeichert oder irgendwo verbreitet? Auch dann nicht, wenn wir uns getrennt oder gestritten haben? Wut und Rache können zwei sehr starke Motivatoren sein.

Es gibt Apps und Taktiken, die das Verschicken von Fotos und Videos für den Privatgebrauch etwas sicherer machen. Schlussendlich solltest du dich aber in erster Linie auf dein Gefühl verlassen: Vertrauen ist hier der Schlüssel.

illustrated by Paola Delucca.

Fotos extra sichern

Keepsafe Photo Vault ist eine App, die dir erlaubt, private Fotos und Videos sicher auf deinem Handy zu speichern. Anstatt sie einfach in deiner Galerie aufzubewahren, wo jeder, der deinen Code kennt, Zugriff auf sie hat, kannst du sie mit der App noch einmal gesondert mit einem Passwort oder deinem Fingerabdruck sichern.

illustrated by Paola Delucca.

Snapchat

Snapchat war schon immer die App, um Nackt-Selfies zu verschicken, weil die Bilder, die man hier sendet, innerhalb von Sekunden wieder verschwinden. Aber darauf solltest du dich nicht verlassen. Zwar sieht der Empfänger das Snap nach einigen Augenblicken nicht mehr, aber wenn er oder sie das Foto oder Video gerne dauerhaft speichern möchte, gibt es durchaus Mittel und Wege dazu. Zum Glück informiert einen Snapchat darüber, wenn die Person am anderen Ende einen Screenshot macht. Dann weißt du zumindest, dass dein Nacktfoto jetzt auf seinem oder ihrem Gerät vorhanden ist. Was dich aber im Zweifel auch nicht so richtig weiterbringt. Deswegen zurück zu Regel Nummer 1: Sei vorsichtig und schicke Nacktfotos und sexy Videos von dir nur an Menschen, denen du zu hundert Prozent vertraust

illustrated by Paola Delucca.

Schneide dein Gesicht raus

Ein Nacktfoto, auf dem dein Gesicht nicht zu sehen ist, ist offensichtlich sicherer, weil niemand sehen kann, dass es sich dabei um dich handelt. Außerdem wird dein Bild so um einiges mysteriöser. Die Marketingdirektorin von Keepsafe Jessica Taylor sagt: „Fotos, auf denen dein Gesicht nicht zu sehen ist oder die nur einen bestimmten Teil deines Körpers zeigen, lassen Raum zur Interpretation. Dein Nacktbild wird dadurch nicht unpersönlicher, aber wesentlich unverfänglicher.“

illustrated by Paola Delucca.

Lösche die Metadaten deines Fotos

Wenn du mit einem Handy, Tablet oder einer digitalen Kamera ein Foto machst, werden gleichzeitig EXIF (exchangeable image file) – Daten mit dem Bild gesichert. Diese Daten beinhalten GPS-Koordinaten, das Datum, die Uhrzeit, die Geräte-ID, die Kameraeinstellungen, ein Vorschaubild und eine Beschreibung. Kurz gesagt: Selbst ein Foto, auf dem dein Gesicht nicht zu sehen ist, kann dank dieser Daten ziemlich einfach auf dich zurückgeführt werden. Jessica Taylor von Keepsafe sagt: „Wenn du nicht möchtest, dass diese Daten in die falschen Hände gelangen, solltest du sie vom Foto löschen, bevor du es verschickst.“

illustrated by Paola Delucca.

Dir gefällt, was du liest? Gönn' dir noch eine Dosis R29, genau hier!

Versprochen ist versprochen – wie mir meine beste Freundin das Herz brach

Halal Dating Coach mit wichtigen Tipps

Wenn man ein Jahr keinen Sex in einer Beziehung hat