Social Media: Häufiges Posten muss nicht immer Sucht bedeuten

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Manch einer kann sich kaum von Instagram, Twitter oder Facebook losreißen. Dennoch deutet häufiges Posten auf Social Media nicht unbedingt auf ein Suchtverhalten hin.

Wissenschaftler an der Universität von Strathclyde wollten in einer Studie ausleuchteten, ob Nutzer durch so genannte Aufmerksamkeitsverzerrung - einem Anzeichen für Sucht - zwangsläufig in Richtung sozialer Median gedrängt werden.

Zu dem Zweck baten sie 100 Studienteilnehmer, bestimmte Apps auf einem Smartphone-Simulator zu finden. Das sollten sie so schnell wie möglich machen und dabei andere Apps ignorieren.

Dabei fanden die Forscher allerdings keine Hinweise, dass die Nutzer den Social-Media-Apps mehr Aufmerksamkeit schenkten als anderen Anwendungen.

Eine suchtspezifische Anziehung dieser Apps konnten sie auch bei denjenigen nicht feststellen, die häufig posten.

Einer der Forscher, Dr. David Robertson, betonte die positiven Seiten von Social Media wie Verbundenheit und ein Gefühl des Wohlbefindens. Leider würden die negativen Auswirkungen häufiger Nutzung auf die Psyche zu sehr im Vordergrund stehen, darunter Depressionen und Angststörungen. Die Studie lasse nicht den automatischen Schluss zu, dass häufige Poster im klinischen Sinne süchtig seien.

"Es bedarf noch viel mehr Forschung über die Auswirkungen von Social-Media-Nutzung, sowohl negativ als auch positiv, bevor wir mit Bestimmtheit sagen können, was die psychologischen Folgen sind", so Robertson.