Sollte man bei der Dinnerparty eine Sitzordnung haben?

Es gibt eine harte Wahrheit, die jeder Gastgeber einer Dinnerparty lernen muss, wenn der Abend zu einem wirklichen Erfolg werden soll: Es ist nicht das leckere Essen oder die außergewöhnliche Tischdekoration, die die Gäste am Ende in Erinnerung behalten werden. Es ist die Art, wie sie sich gefühlt haben, wie viel sie gelacht haben und wie sie sich unterhalten haben.

All die Stunden in der Küche, um die aromatischen, köstlichen Gerichte vorzubereiten und die Stunden zur Vorbereitung der bunten, farblich abgestimmten Platzdeckchen sind immer noch unglaublich wichtig, aber ein solch gemeinsames Abendessen hat meistens vor allem eine soziale Funktion, sodass es wichtig ist, den Gästen bei der Planung mindestens so viel Aufmerksamkeit zu schenken wie dem Pilzrisotto und dem perfekt darauf abgestimmten Wein.

Eine Sitzordnung scheint etwas aus dem letzten Jahrhundert zu sein oder nur für formelle Anlässe relevant zu sein, aber dem ist nicht so. Und es gibt einen Weg, die Sache so richtig zu machen, dass niemand die Methode hinterfragen wird. The Cut hat ein einfaches Konzept zusammengestellt, wie man in fünf einfachen Schritten die Kunst der perfekten Tischordnung beherrschen kann.

  1. Mit der Gästeliste anfangen. Auch die beste Sitzordnung hilft nichts, wenn die eingeladenen Gäste zu unterschiedlich sind und nur aneinander geraten würden, oder nicht am Kennenlernen neuer Menschen interessiert sind. Am meisten Spaß hat man mit einer Mischung aus Personen mit verschiedenen Hintergründen und aus verschiedenen Arbeitsbereichen, sodass die Konversationen nicht langweilig werden und man vielleicht sogar etwas lernen kann.
  2. Introvertierte mit Extrovertierten mischen. Es sollte keine stille Ecke am Tisch geben. Die ruhigeren Gäste neben lebhaftere Personen zu setzen, sorgt für einen konstanten Gesprächsfluss, egal wie gesprächig sich einzelne fühlen. Ebenso Sinn kann es machen, lautere Sprecher an die Tischenden zu setzen, sodass auch über die Distanz hinweg eine Konversation entstehen kann. 
  3. Männer und Frauen abwechseln. Man kann die Dinnerparty zu einem wundervollen Mikrokosmos der Harmonie machen, indem man Männer und Frauen ausgeglichen platziert. Getrennt werden sollten dahingegen Paare. Sie verbringen genug Zeit miteinander und ein solcher Anlass ist kein Platz für Insiderwitze. 
  4. Alte Freunde neben neue Freunde setzen. Wie könnte man besser Freundeskreise vereinen, als wenn man sie dazu zwingt, nebeneinander zu sitzen? Sie haben ja schon etwas gemeinsam (den Gastgeber!). Die ultimative Sitzordnung ist allerdings so aufgebaut, dass jeder neben einer Person sitzt, die er noch nicht kennt, und einer Person, die er schon kennt, sodass sich niemand überfordert fühlt. 
  5. Sich lustige Namenskarten ausdenken. Man kann der Kreativität wunderbar freien Lauf lassen, wenn es um das Design der Namenskarten geht. Wenn sie schön kreativ sind, werden die Gäste die Mühe respektieren und haben gleichzeitig einen Spickzettel, wenn die Namen vergessen werden. Eine Win-Win-Win-Situation!

Die Planung der Sitzordnung kann trotzdem wie eine komplizierte Angelegenheit wirken. Aber am Ende ist es eine todsichere Methode, um vorbereitet zu sein, ein wenig Neugier und Spannung bei den Gästen zu wecken und vor allem diesen peinlichen Moment der Unsicherheit zu vermeiden, wenn alle um den Tisch herumstehen und gleichzeitig entscheiden müssen, wo sie sich hinsetzen sollen. 

Bei der nächsten Dinnerparty sollte man also genauso viel Arbeit in die Party stecken wie in das Essen – und wenn man sich doch verkalkuliert hat, kann man immer noch mehr Wein auf den Tisch stellen und eine Runde "Reise nach Jerusalem" spielen.