Spaß mit Coronavirus: Brite befüllt Spielautomaten mit Toilettenpapier und Desinfektionsmittel

Ein britischer Unternehmer hat jetzt seine ganz eigene Art gefunden, mit der Hysterie und den Hamsterkäufen umzugehen. Rob Braddik hat die Disney-Spielfiguren aus seinem Greifautomaten entfernt, stattdessen können die Menschen jetzt um zwei der derzeit begehrtesten Supermarkt-Produkte spielen.

Anstatt mit Spielzeug befüllt ein britischer Hotelier seine Greifautomaten mit Toilettenpapier und Desinfektionsmitteln. (Symbolbild: Getty Images)

Hamsterkäufe auf der ganzen Welt leeren Supermarktregale: Oft schon am Mittag sind Konservendosen, Nudeln, Desinfektionsmittel oder Toilettenpapier vergriffen. Selbst Mehl zum Selbstbacken steht hoch im Kurs in Zeiten des Coronavirus.

Das Spiel soll eine Ablenkung sein

Ein britischer Unternehmer hat jetzt seine ganz eigene Art gefunden, mit der Hysterie und den Hamsterkäufen umzugehen: Rob Braddik, 48 Jahre alt, gehört eine Feriensiedlung in der britischen Grafschaft Devon. In seiner Siedlung hat Braddik auch Greifautomaten aufgestellt – das sind Spielautomaten, die meist mit Plüschtieren oder Plastikspielzeug befüllt sind. Der Spieler oder die Spielerin steuert einen Greifarm bis zum gewünschten Punkt, an dem sich dieser herablässt und zupackt. Mit – oder meist ohne – das gewünschte Ergebnis.

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In Braddiks Greifautomaten gibt es aber kein Spielzeug zu gewinnen. Zumindest seit dieser Woche liegen darin keine Figuren mehr der Filme “Die Eiskönigin 2” und “Peter Hase” – sondern zwei der derzeit begehrtesten Produkte: Desinfektionsmittel und Toilettenpapier. Braddik, der es mit dieser Aktion in zahlreiche Medien geschafft hat, erzählt im Gespräch mit CNN: “Es soll eine kleine Ablenkung in dieser verrückten Zeit sein. Ich hoffe, das Spiel schenkt den Menschen ein Lächeln. Ich bin mit sicher, das haben alle gerade nötig.”

Sein Geschäft möchte er weiter betreiben

Für umgerechnet rund 60 Cent gibt es drei Versuche beim Toilettenpapier. Etwa das Doppelte kostet das Spiel um “Carex”, ein Desinfektionsmittel – als den “Rolls-Royce” unter seinesgleichen bezeichnet das der findige Braddik.

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Seine Feriensiedlung “Braddicks Holiday Park” will Braddik, trotz Coronavirus, nicht schließen. Er hat seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern klare Hygienevorschriften gemacht: Sie müssen alle 30 Minuten ihre Hände waschen. Ansonsten möchte er sein Geschäft unbeeinflusst weiter betreiben – auch, weil er nach eigenen Angaben eine steigende Zahl von Anfragen erhalten habe von potenziellen Kunden und Kundinnen. Sie sagten, sie würden dieses Jahr lieber in Großbritannien Urlaub machen, als in anderes Land zu reisen.

Dieser Mundschutz hilft nicht

Mit seiner Greifautomaten-Aktion hat es Braddik innerhalb weniger Tage zum zweiten Mal in die Medien geschafft. Erst vergangene Woche hatte er öffentlichkeitswirksamen “Corona-Content” geliefert: Da hatte Braddik ein Foto von sich veröffentlicht, auf dem er als Mundschutz einen BH quer über sein Gesicht trug.

Der BH gehörte, laut der Tourismus-Seite seiner Region visitwestwardho.co.uk, zuvor dem britischen Model und Schauspielerin Kelly Brook. Sie hatte Braddiks Foto auch geteilt. Den BH hat Braddik, der sich selbst als Hardcore-Kelly-Brook-Fan bezeichnet, vor langer Zeit bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung ersteigert und ihn nun zweckentfremdet.

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