Wie speist es sich in einem nordkoreanischen Restaurant?

Das Land sorgt ständig für negative Schlagzeilen. Es steht unter konstanten politischen Spannungen, spricht ernst zu nehmende nukleare Drohungen aus und ist auch ansonsten nicht gerade das Traumreiseziel. Aber auf der anderen Seite soll die asiatische Küche unglaublich interessant un vielseitig sein. Ist Ihre Neugier groß genug, um in einem verbotenen Restaurant essen zu gehen?

Es gibt eine nordkoreanische Restaurantkette mit dem Namen Pyongyang Restaurant. 130 Läden in 12 Ländern besitzt das Unternehmen, das entgegen UN-Recht arbeitet, wie Mic.com berichtet. Die Sanktionen wurden vom Sicherheitsrat erlassen, nachdem die rebellische Nation illegale Nuklearwaffentests ausgeführt hatte.

Trotz – oder vielleicht gerade deswegen – machen die meisten Restaurants der Kette weiter damit, die verbotenen Waren zu verkaufen. In einem Ableger des Pyongyang in Siem Reap, in Kambodscha, können Einheimische und Touristen in einem Establishment mit 500 Plätzen speisen. Allerdings hat das Ganze seinen Preis. 

Die Speisen auf der Karte sind laut Mic.com mit Dollarpreisen angegeben. Schweinekoteletts kosten geschlagene 30 US-Dollar, Rinderrippchen 25 US-Dollar und Kimchi, das normalerweise als kostenlose Beilage serviert wird, kostet hier 3 US-Dollar. Wer gerne ein Glas zu seinem Essen trinkt, überlegt sich das hier auch eher zweimal: Die günstigste Flasche Alkohol kostet 100 US-Dollar. Nur zum Vergleich: ein Standardessen in Kambodscha kostet normalerweise rund 6 US-Dollar. 

Die Angestellten des Restaurants scheinen alle nordkoreanischer Abstammung zu sein. Mic.com berichtet, dass es den Kellnerinnen Gerüchten zufolge verboten sein soll, mit der Welt außerhalb des Pyongyang Restaurants Kontakt aufzunehmen.

Es bleibt abzuwarten, wie lange diese verbotenen Restaurants noch in der Öffentlichkeit weiterarbeiten werden. Würden Sie in einem illegalen nordkoreanischen Restaurant speisen?