Sport, Alkohol & Co: Worauf du rund um die Corona-Impfung achten solltest

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Das Impftempo schreitet voran, und auch für jüngere Menschen ohne Priorisierung kommt ein Termin zumindest in Sichtweite. Damit dann alles glattläuft, gibt es ein paar Dinge, die du vor und nach dem erlösenden Piks beachten solltest.

Closeup of doctor hand are vaccinations to patients using the syringe.Medical concept
Die Corona-Impfung selbst ist schnell geschehen, doch vorher und nachher solltest du einige Dinge beachten (Bild: Getty Images)

Hast du einen Impftermin bekommen, solltest du dazu ein paar Unterlagen mitbringen: die Versichertenkarte, den Impfpass sowie den ausgefüllten Aufklärungs- und Dokumentationsbogen. Manche Haus- oder Fachärzte verschicken diese vor dem Termin per Mail, du kannst sie aber auch einfach auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (RKI) herunterladen. Je nachdem, wie du an den Termin gekommen bist und ob er in einer Praxis oder einem Impfzentrum stattfindet, solltest du noch deine Terminbestätigung und eventuell Nachweise für die Priorisierung mitbringen.

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Wichtig: Solltest du deinen Impfpass nicht finden, ist das kein Grund, dass du nicht geimpft wirst. Die Impfung kann auch separat bestätigt und dann später eingetragen werden.

Vor der Impfung

Im Aufklärungsmerkblatt des RKI wird darauf hingewiesen, dass ein zeitlicher Abstand von zwei Wochen zu anderen Impfungen bestehen sollte. Also nicht kurz vorher noch gegen Zecken impfen oder etwas anderes auffrischen lassen, was nicht dringend notwendig ist.

Wann solltest du dich nicht impfen lassen?

Laut RKI ist ein Schnupfen oder leichte Erkältung kein Grund, den Impftermin abzusagen. Wer aber Fieber über 38,5 °C hat, sollte nicht geimpft werden. Dasselbe gilt auch für Personen, die eine Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil des Impfstoffs aufweisen. Darum ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt über eventuelle Allergien zu informieren. 

Und wer auf die erste Impfung eine allergische Sofortreaktion hatte, sollte keine zweite bekommen. Ein Sonderfall sind Menschen, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hinter sich haben. Zwischen Genesung und Impfung sollten mindestens sechs Monate liegen, außerdem reicht dann eine Impfung.

Was ist mit Schwangeren?

Nicht ganz so eindeutig ist die Lage bei Schwangeren. Aktuell empfiehlt die STIKO keine generelle Impfung für Schwangere, in anderen Ländern wie Frankreich, Großbritannien oder Österreich sieht das anders aus. Grund ist schlicht die mangelnde Datenlage, was eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung nötig mache. 

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Möglich, dass sich das bald ändert. Nachdem sich unter anderem am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf schwere Covid-19-Verläufe von Schwangeren gehäuft hatten, forderte deren Direktor Stefan Kluge kürzlich ein Umdenken. Bei schwangeren Frauen ist das Immunsystem sowieso schon herabgesetzt und die Sauerstoffaufnahme reduziert. Auch Christian Albring, der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte, nannte eine Impfung aller Schwangeren laut "Tagesschau" "äußerst sinnvoll". Daten aus den USA und Großbritannien ließen erwarten, dass auch die STIKO die Impfung Schwangerer bald empfehlen werde.

Nach der Impfung

Nach der Impfung ist der Körper mit der Immunabwehr beschäftigt, weshalb du ihn nicht extra belasten solltest, indem du zum Beispiel größere Mengen Alkohol trinkst. Den Immunschutz setzt Alkohol aber nicht herab. Laut RKI musst du dich nach einer Impfung auch nicht besonders schonen - Sport ist also erlaubt. 

Gegenüber dem "Bayerischen Rundfunk" sagte Hans-Michael Mühlenfeld, der Vorsitzende des Bremer Hausärzteverbandes, aber folgendes: „Grundsätzlich ist es ja so, dass, wenn ich eine Impfung habe und möchte, dass mein Körper da vernünftig drauf reagiert, dann würde ich besondere Belastungen für den Körper vermeiden." Treten nach der Impfung Schmerzen oder Fieber auf, können diese mit Schmerz- oder Fiebersenkenden Medikamenten behandelt werden.

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