Standort entscheidet: So bleiben Schnittblumen länger frisch

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Den Alterungsprozess bei Blumen stößt unter anderem das Gas Ethylen an. Es gibt deshalb einen ganz einfachen Trick, um Blumen länger frisch zu halten.

Oft entscheidet der Standort, wie lange Schnittblumen schön bleiben
Frisch gekauft und schon hängende Köpfe? Oft entscheidet der Standort, wie lange Schnittblumen schön bleiben. (Symbolbild: Getty Images)

Nicht nur zum bevorstehenden Muttertag sind Blumen ein beliebtes Geschenk. Und bunte Sträuße können jeden Raum verschönern – aber nicht jeder Standort ist gleich geeignet, damit Blumen lange frisch bleiben.

Blumen erneut anschneiden

Oftmals lassen Schnittblumen nach nur wenigen Tagen bereits ihre Köpfe hängen. Da hilft dann oft nur noch die Entsorgung im Mülleimer.

Damit die Freude an einem Blumenstrauß länger anhält, gibt es aber einige Tipps. Der erste: Blumen sollten zuhause nochmal neu angeschnitten werden. Dabei ist es wichtig, mit einem scharfen Messer zu arbeiten und nicht etwa mit einer Schere. Die würde dazu führen, dass der Blumenstil zusammengequetscht wird. Die Blumen könnten dann nicht mehr so effizient Wasser und Nährstoffe nach oben transportieren. Auch der Schnitt selbst ist wichtig: Der sollte schräg erfolgen, damit die Schnittfläche vergrößert wird und somit mehr Kontakt zum Wasser entsteht.

Um Blumen länger frisch zu halten, kann es auch helfen, einen Teil der Blätter zu entfernen. Damit kann die Blume ihre Nährstoffversorgung auf ihre Blüten konzentrieren.

Der Standort ist entscheidend

Ganz wichtig ist auch der Standort des Blumenstraußes: Er sollte idealerweise nicht neben einem Obstkorb stehen. Denn einige Obst- und Gemüsesorten, die hierzulande viel konsumiert werden, gasen Ethylen aus.

Ethylen wirkt als Pflanzenhormon und ist an Alterungsprozessen beteiligt. Es sorgt unter anderem dafür, dass Blumen schneller welken. Deshalb sollte ein Blumenstrauß besser von Bananen, Nektarinen, Brokkoli oder auch Tomaten ferngehalten werden.

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Dieses Problem beschäftigt auch die Wissenschaft. So forscht etwa die Arbeitsgruppe des Biochemikers Georg Groth daran. 2019 sagte er dem Deutschlandfunk: "Wir haben vor einigen Jahren herausgefunden, dass in dieser Ethylen-Signalkette, die für Alterungsprozesse verantwortlich ist, zwei Proteine miteinander wechselwirken. Im Rahmen unserer Forschung haben wir herausgefunden, welcher Bereich in den Proteinen für diese Wechselwirkung wichtig ist."

Dieses Wissen haben sie dazu genutzt, ein maßgeschneidertes Protein einzusetzen, das diese Ethylen-Signalkette unterbricht und damit den Alterungsprozess der Blumen verlangsamt. Somit zeigte Ethylen kaum mehr einen Einfluss auf die Blumen. Das Team konnte nachweisen, dass mit ihrer Behandlung das Verwelken der Pflanze hinausgezögert wurde. Nur ist das Blüte-verlängernde Bio-Peptid bislang nicht käuflich.

Ethylen gezielt nutzen

Zuletzt noch ein Tipp, wie „Ethylen-Obst“ auch gezielt eingesetzt werden kann: Wer im Supermarkt Obst gekauft hat, beispielsweise eine Kiwi, die noch zu hart ist zum Verzehr, kann diese auch einfach neben eine Banane legen. Diese helfen dann der Kiwi beim Reifen.

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