Starkes Schwitzen: Ab wann man zum Arzt sollte

·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Schwitzen ist den meisten unangenehm, dabei ist es eine entscheidende, sogar lebenswichtige Funktion des Körpers, um ihn vor Überhitzung zu schützen. In manchen Fällen kann Schwitzen jedoch auch ein Warnsignal sein. Ab wann man damit zum Arzt sollte.

Closeup shot of an unrecognizable woman out for a run
Schwitzen - auch starkes - ist meist gesund und normal. In manchen Fällen kann es auch ein Warnsignal des Körpers sein (Symbolbild: Getty Images)

Wenn man mehr schwitzt als andere, ist dies noch nicht unbedingt ungewöhnlich. Schließlich schwitzt jeder anders, und dass, obwohl die Zahl der Schweißdrüsen in der Regel von Mensch zu Mensch gleich ist. Mit der Aktivierung dieser zwei bis drei Millionen Drüsen bildet sich Feuchtigkeit auf der Haut, die dazu beitragen, dass die Kerntemperatur des Körpers konstant bleibt, wenn Außentemperatur, Sport oder Stress diese zu erhöhen drohen. 

Wenn Schwitzen nur nervt: Schlafforscher gibt Tipps für Hitzenächte

Wie schnell und wie stark die Schweißbildung einsetzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: erbliche Veranlagung ist dabei ganz vorn mit dabei, doch auch Hormone oder die Menge an Muskelmasse spielen eine Rolle. Mitunter können bestimmte Medikamente Schwitzen begünstigen, und auch bei manchen Erkrankungen zeigt es sich als Symptom. 

Wann man zum Arzt sollte

Krankhaftes Schwitzen nennt sich Hyperhidrose. Hierbei bricht Betroffenen schon bei geringer Hitze oder kleinster Anstrengung der Schweiß aus. Gefährlich ist diese Störung in der Regel nicht, geht aber mit psychischer Belastung und Scham einher, die sogar zu sozialer Isolation führen kann. Wer extrem schwitzt und deswegen Leidensdruck empfindet, kann einen Arzt aufsuchen. 

Plötzliche Veränderungen der Schweißbildung müssen nicht immer ein Anzeichen für ein ernsthaftes gesundheitliches Problem. Hitzewallungen können bei Frauen schlicht auf Wechseljahre oder andere hormonelle Veränderungen hinweisen.

Gesünder als gedacht: Kaffeetrinken senkt das Risiko für Herzrhythmusstörungen

Schwitzen kann vor allem dann ein Warnsignal sein, wenn es mit weiteren Symptomen einhergeht. Kalter Schweiß in Verbindung mit Brustschmerzen, Schwindel oder Atemnot tritt beispielsweise bei einem Herzinfarkt auf. Vermehrtes Schwitzen kann, gekoppelt mit den typischen Bewegungsstörungen, ein Symptom von Parkinson sein. Vermehrtes Schwitzen ist oft auch ein Anzeichen von Diabetes. Bei bereits Erkrankten können plötzliche Schweißausbrüche in Verbindung mit Zittern oder Herzrasen ein Anzeichen von kritischem Unterzucker sein.

In den meisten Fällen ist Schwitzen - auch starkes - also gesund und normal. Wer eine plötzliche Veränderung beim Schweißverhalten bemerkt, womöglich in Kombination mit anderen Symptomen, sollte lieber einen Arzt aufsuchen.

Video: Sport und Schweiß: Der große Irrtum

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.