Statt Aspirin Complex: 9 natürliche Mittel gegen Erkältungen

Sarah Jacoby
Photographed by Jessica Nash.

Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber wenn du dir nicht schon längst eine Erkältung eingefangen hast, dann erwischt es dich bestimmt auch bald. That’s life, baby. Und wahrscheinlich wird es auch nicht bei einer Erkältung bleiben, denn im Schnitt haben Erwachsene zwei bis vier Infekte pro Jahr. Vermeiden lässt sich das leider nur schwer – es sei denn, du lebst in einer Blase. Und was die ganze Sache noch nerviger macht, ist, dass es kein wirkliches Heilmittel gibt. Zwar kann dir deine Ärztin Antibiotika verschreiben, wenn deine Symptome durch Bakterien ausgelöst wurden, doch die meisten Erkältungen sind viral und da hilft auch kein Antibiotikum.

Doch die gute Nachricht ist: Erkältungen sind selbstlimitiert. Das heißt, sie dauern nur eine bestimmte, meist relativ kurze Zeit an. Warum? Weil Symptome wie Niesen und Husten nicht der Virus selbst sind, sondern vielmehr Wege des Körpers den Virus loszuwerden. Und das Beste ist, dass es ein paar wissenschaftlich erwiesene Tricks gibt, die du unterstützend anwenden kannst, um die Zeit der Krankheit erträglicher zu machen. Zwar kannst du damit die Erreger nicht direkt bekämpfen oder einer Erkältung vorbeugen, aber sie erleichtern dein Leben etwas, während dein Körper seinen Job macht.

Stöber' dein Gewürzregal durch

Es gibt wahrscheinlich eine Million verschiedene Gewürze, die dir möglicherweise helfen könnten. Aber eins davon wird besonders gehypt: Oregano. Zum Beispiel gibt es eine Studie aus dem Jahr 2014, laut der ätherisches Oreganoöl den Norovirus zur Strecke bringen könnte. Andere Untersuchungen zeigen: Ätherisches Oreganoöl kann Bakterien töten. Was das allerdings für alle bedeutet, die außerhalb einer Petrischale leben, ist noch nicht ganz klar. Und vergiss nicht: Deine Erkältung ist höchstwahrscheinlich viral und nicht bakteriell.

Außerdem ist es möglich, zu viel des Gewürzes zu sich zu nehmen und darauf reagieren manche Menschen allergisch. Solltest du das Experiment also wagen wollen, gibst du am besten ein paar Tropfen des Öls in einen Diffusor und inhalierst dann. Das kann Verstopfungen lösen, die mit einem grippalen Infekt oder einer Nebenhöhlenentzündung assoziiert werden. Aber wie bei allen pflanzlichen Heilmitteln gilt: Vorsicht ist die Mutter der Gewürzkiste.

Photo: Stock Connection/REX/Shutterstock.

Versuchs mit Marshmallow (Root)

Marshmallow Root hat leider nichts mit dem pastellfarbenen, fluffigen Naschzeug zu tun. Es handelt sich dabei um Eibischwurzel, aus der die Süßigkeit ursprünglich gewonnen wurde (heute besteht sie praktisch nur noch aus Zucker) und die schon lange als pflanzliches Mittel bei Halsschmerzen verwendet wird. Laut einer Studie soll sie in Sirupform hustenstillend wirken und somit gut bei Erkältungen und Bronchitis sein. Aber hey: Wenn du dir trotzdem ein paar Marshmallows einwerfen willst, verrat ich es niemandem. Und wer weiß, vielleicht helfen sie ja doch?

Photographed by Janelle Jones.

Sei kein Suppenkasper

Es stimmt: Suppe kann Erkältungssymptome lindern. Und es muss noch nicht mal Hühnersuppe sein! Untersuchungen zeigen, jede heiße, flüssige, gut gewürzte Mahlzeit helfen kann – also beispielsweise auch Ramen, Curry oder einfach nur ein Tässchen Tee.

Photographed by Ben Ritter.

Vitamin C

Nein, du kannst einer Erkältung nicht mit hochdosiertem Vitamin C vorbeugen und auch die Symptome nicht damit bekämpfen. Aber: Wissenschaftler*innen haben sich 31 Studien angeschaut und herausgefunden: Vitamin C kann deine Erkältung bis zu einem ganzen Tag verkürzen – und das ist ja schon mal was!

Photographed by Jessica Nash.

Wenn ein Löffelchen voll Zucker Honig...

Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Honig mindestens so hustenlindernd wirkt wie rezeptfreie Medikamente. Er enthält (neben Zucker) Vitamine, Antioxidantien, Minerale, Enzyme und Phenole und soll desinfizierend und antiseptisch wirken. Abgesehen davon schmeckt er gut, erschwinglich und in jedem Supermarkt erhältlich.

Photographed by Erin Yamagata.

Hüpf unter die Dusche

Heiß zu duschen kann dabei helfen, die Nebenhöhlen zu befreien. Aber es gibt noch einen weiteren Grund, warum eine Dusche genau das ist, was du jetzt brauchst: Die hohe Luftfeuchte erschwert es den Erkältungsviren, laut diverser Studien, in der Luft abzuhängen. Das könnte ein Grund dafür sein, warum wir in heißen, stickigen Sommermonaten seltener krank werden. Obwohl Duschen deine Erkältung nicht schneller verschwinden lässt, verbreiten sich die Viren dann vielleicht wenigstens nicht so krass – deine Mitbewohner*innen werden es dir danken.

Photographed by Brayden Olson.

Gurgel Salzwasser

Ärztinnen (und Eltern) empfehlen schon lange, bei Krankheitssymptomen, die etwas mit dem Hals zu tun haben, warmes Salzwasser zu gurgeln. Hintergrund ist, dass Salz die Flüssigkeit aus den Halsschleimhäuten zieht, was kurzfristig Schwellungen und Reizungen lindern kann. Außerdem besagt eine Studie von 2005, man könne dadurch zukünftigen Atemwegserkrankungen vorbeugen.

Wenn du es mal versuchen willst, kannst du laut Mayo Clinic bis zu einem halben Teelöffel Salz in etwa 250 ml geben und die Mischung anschließend gurgeln. Du musst sie nicht runterschlucken, aber falls du es versehentlich doch machst, ist das auch nicht schlimm.

Photographed by Refinery29.

Iss Knoblauch

Knoblauch ist vielleicht nicht deine erste Wahl, wenn du diesen unglaublich ekeligen „Erkältungsgeschmack“ im Mund hast, aber es gibt viele wissenschaftliche Beweise dafür, dass er antibakterielle, entzündungs- und virenhemmende Eigenschaften haben soll. Solltest du ihn weder roh noch gekocht herunterbekommen, kannst du ihn auch in Form eines Nahrungsergänzungsmittels einnehmen.

Photographed by Danny Kim.

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