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Strack-Zimmermann lehnt Lieferung deutscher Kampfjets an Ukraine ab

BERLIN (dpa-AFX) -Die Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat die Lieferung von deutschen Kampfjets an die Ukraine erneut abgelehnt. Sie sehe keinen Tornado und keinen Eurofighter über dem ukrainischen Luftraum, sagte die FDP-Politikerin am Dienstag im Deutschlandfunk. "Das hat schlicht was mit der Reichweite der Maschine zu tun, mit der Komplexität der Ausbildung". Strack-Zimmermann hält die Lieferung von anderen Flugzeugtypen wie etwa sowjetischen MiGs oder F-16-Kampfjets aus US-Produktion für hilfreich.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj pochte zuletzt bei seiner Reise in vier europäische Länder auf die Lieferung von Kampfjets. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und auch der französische Präsident Emmanuel Macron reagierten jedoch zurückhaltend. Macron stellte allerdings am Montag die Ausbildung ukrainischer Piloten in Aussicht, ohne zu spezifizieren, in welchen Flugzeugtypen.

Deutschland hatte Selenskyj am Sonntag weitere militärische Unterstützung im Wert von weiteren 2,7 Milliarden Euro zugesichert. Auf die Frage, woher etwa zusätzliche Panzer kämen, antwortete Strack-Zimmermann: "Wenn wir die Möglichkeit haben, auch von Ländern diese zurückzukaufen, die sie nicht benötigen, dann finde ich das völlig in Ordnung, denn sie sind ja aus dem Bestand der Bundesrepublik und in Deutschland einst hergestellt worden."