Studie beweist: Wer sich mehr bewegt, möchte auch mehr essen

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Wissenschaftler raten, dass man bereits vor dem Workout planen sollte, was man danach isst – insbesondere, wenn man Gewicht verlieren möchte. Andernfalls würden viele Menschen zu große Portionen verspeisen.

Forscher der Technischen Universität München und der University of Nebraska führten gemeinsam eine Studie durch, die den Einfluss untersuchte von Sport auf nachfolgende Entscheidungen über Nahrungsmengen. Wer 45 Minuten Sport trieb, lud sich demnach mehr auf den Teller als jemand, der sich solange ausgeruht hatte. Dieser Effekt trat sowohl sofort nach dem Sport als auch noch 30 Minuten später ein.

"Mit dieser Studie können wie zum ersten Mal beschreiben, dass sich die Essmenge und die Dringlichkeit, mit der ein Mensch essen möchte, durch körperliche Aktivität beeinflusst werden", sagte Professor Köhler, Professor für Bewegung, Ernährung und Gesundheit an der TUM. "Diese Erkenntnisse helfen uns, neue Interventionen zu entwickeln, um Gewichtsverlust durch Sport zu ermöglichen."

"Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die körperliche Betätigung Sporttreibende dazu verleiten kann, größere Portionen schneller nach der Trainingseinheit zu verzehren. Da Gewichtsverlust eine Hauptmotivation für viele ist und das Nichterreichen eines niedrigeren Gewichts oft dazu führt, dass mit dem Sport aufgehört wird, könnte es eine gute Strategie sein, schon vor dem Sport darüber nachzudenken, was man danach essen möchte."

An der Studie nahmen 41 gesunde Probanden zwischen 19 und 29 Jahren teil. Nach dem Zufallsprinzip wurden ihnen 45-minütige Trainingseinheiten auf einem Fahrradergometer oder aber Ruhepausen derselben Länge zugeteilt. Bei einem zweiten Termin mussten sie jeweils die andere Aufgabe erledigen. Beide Male füllten sie Fragebögen aus.