Studie: Deutsche kaufen Weihnachtsgeschenke lieber in Läden und Warenhäusern

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Heiligabend steht vor der Tür. Viele Geschenke müssen bis dahin gekauft werden. Wo tun dies die Deutschen am liebsten, in den Läden vor Ort oder in den Einkaufsportalen im Internet? Und welche Rolle spielt für sie dabei der Umweltschutz? Eine Studie gibt Antworten auf diese Fragen.

Young woman shopping in the city, legs and hands close up, carrying paper bags.

Weihnachten ist nicht nur eine Zeit der Besinnlichkeit. Spätestens bis zum Heiligabend müssen alle Geschenke für die Lieben besorgt und verpackt werden. Das Fest der Liebe bedeutet für viele von uns auch Stress und Hektik. Dennoch müssen wir in die Geschäfte – sei es in den stationärem oder den Online-Handel. Was bevorzugen die Deutschen? Gehen sie lieber in den kleineren oder größeren Laden von nebenan? Oder klicken sie sich lieber durch die Einkaufsportale im Internet?

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungs- und Beratungsinstitut Mentefactum kaufen mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Deutschen ihre Weihnachtsgeschenke dieses Jahr "im lokalen Einzelhandel vor Ort" ein. 2018 waren es noch 30 Prozent. Darunter befinden sich mit einem Anteil von 43 Prozent nicht nur ältere Menschen (60 Jahre plus), 31 Prozent von ihnen sind bis 29 Jahre alt. Auf Platz zwei landen mit 22 Prozent die großen Warenhäuser. Erst dann folgt mit 21 Prozent der Online-Handel. 19 Prozent der 1.004 Befragten glauben, in "Einkaufszentren und/oder Shopping Outlets" das perfekte Geschenk zu finden.

Klimaschutz steht nicht im Fokus

Eine weitere Frage, die bei der Umfrage im Zentrum stand: Welche Auswirkungen hat die Klimaschutz-Debatte auf das Einkaufsverhalten der Deutschen? Ist Greta Thunberg und ihre "Fridays for Future"-Bewegung also auch zur Weihnachtszeit in unseren Köpfen präsent? Die Antwort von "Initiative für Gewerbevielfalt" von Das Telefonbuch, die die Mentefactum-Studie in Auftrag gegeben hat, ist ernüchternd: "Der Klimaschutz steht für die Deutschen nicht im Fokus". So hätten 34 Prozent der Befragten angegeben, sich mit dem Thema überhaupt nicht auseinanderzusetzen.

Die Initiative schlussfolgert aber auch: "Wenn dem Klimaschutz an Weihnachten überhaupt Beachtung geschenkt wird, dann beim Kauf von Produkten aus der eigenen Region." 43 Prozent tun dies, um lange Lieferwege zu vermeiden. 34 Prozent nehmen für den Einkauf Bus und Bahn, während 31 Prozent mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß zu den Geschäften gehen. Und: Ein Fünftel (21 Prozent) der Deutschen achtet beim Geschenke verpacken auf umweltfreundliches Material und 18 Prozent verzichten sogar auf elektrische Weihnachtsbeleuchtung.