Studie: Viel rotes und verarbeitetes Fleisch erhöht das Risiko für Herzkrankheiten

·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Wer viel rotes Fleisch wie Rind oder Lamm zu sich nimmt und gerne auch bei Wurst zugreift, begünstigt damit bekanntermaßen das Entstehen von Darmkrebs. In einer Studie kamen Wissenschaftler zu dem Schluss, dass ein solches Essverhalten auch Herzkrankheiten wahrscheinlicher macht.

Woman eating beef burger
Lecker, aber nicht gesund - das wissen wir. Wie ungesund rotes Fleisch jedoch wirklich sein kann, zeigt nun eine neue Studie (Symbolbild: Getty Images)

Um herauszufinden, wie schädlich der Konsum größerer Mengen an Wurst und Fleisch ist, haben Wissenschaftler der Universität Oxford Daten von mehr als 1,4 Millionen Menschen ausgewertet. Die Probandinnen und Probanden wurden rund drei Jahrzehnte lang zu ihrem Essverhalten befragt und parallel dazu ihr Gesundheitszustand beobachtet.

Die Grenze liegt bei 50g am Tag

Ein Ergebnis der groß angelegten Langzeitstudie: Wer pro Tag mehr als 50 Gramm verarbeitetes Fleisch, zum Beispiel in Form von Wurst zu sich nahm, hatte ein um 18% erhöhtes Risiko, eine Herzkrankheit zu bekommen. 

Gefährlich: Warum manche Menschen vergammeltes Fleisch essen

Bei unverarbeitetem, rotem Fleisch von Rind, Lamm oder Schwein stieg das Risiko auf immerhin noch 9%. Dagegen fanden die Forscher keine Hinweise darauf, dass sich auch Hühner- oder Truthahnfleisch negativ auf die Gesundheit auswirken könnten.

Viele ungesättigte Fettsäuren und viel Salz

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren im roten Fleisch die Gesundheit schädigt, indem er den Cholesterinspiegel nach oben treibt. Bei verarbeitetem Fleisch in Wurst oder Bacon spielt auch das beigemengte Salz eine Rolle, das ab einer bestimmten Menge den Blutdruck erhöhen kann. Sowohl ein hoher Blutdruck als auch hohe Cholesterinwerte sind als Risikofaktoren für Herzkrankheiten bekannt.

Weniger Fleisch, mehr Gesundheit

Dr. Anika Knuppel, eine der Studien-Autorinnen, sagte zu den Ergebnissen: "Wir wissen, dass wir die Fleischproduktion als einen der Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen aus Umweltschutzgründen zurückfahren müssen." Die Studienergebnisse belegten nun, dass auch die Gesundheit der Menschen für eine Reduktion spreche. 

Du schläfst schlecht? Deine Ernährung könnte der Grund sein

Nicht nur Herzspezialisten empfehlen eine mediterrane Ernährung, bei der rotes Fleisch eine untergeordnete Rolle spielt. Im Fokus stehen dabei vor allem Fisch, Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und pflanzliche Proteine aus Linsen und Nüssen.

Video: Fleischersatz auf Pflanzenbasis - Nährstoffe unterscheiden sich von echtem Fleisch

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