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Ex-Bundestrainer kritisiert NHL

Ex-Bundestrainer kritisiert NHL
Ex-Bundestrainer kritisiert NHL

Ex-Bundestrainer Marco Sturm hat die Vormachtstellung und Rücksichtslosigkeit der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL mit Blick auf internationale Turniere wie die Weltmeisterschaft scharf kritisiert. „Die NHL macht ihr eigenes Ding, das ist das Wichtigste“, sagte der 44-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dahinter komme lange nichts, „dann vielleicht noch Olympia. Aber es wird eigentlich keine Rücksicht auf irgendein Turnier genommen.“

Während seiner aktiven Karriere spielte Sturm selbst lange in Übersee, in der NHL bestritt der Angreifer insgesamt 938 Partien, in denen er 242 Tore erzielte und 245 weitere Treffer vorbereitete. "Als Spieler war es anstrengend, nach mehr als 100 Spielen in der Saison zur WM zu fahren. Ich habe das trotzdem gern gemacht", sagte Sturm, der zwischen 2005 und 2012 unter anderem für die Boston Bruins und die Los Angeles Kings auf dem Eis stand.

Immer wieder stellen NHL-Klubs ihre Spieler für internationale Turniere nicht frei, unter anderem waren die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking ohne Profis der weltbesten Liga über die Bühne gegangen.

Bei der am Freitag gestarteten WM in Finnland und Lettland, die mit dem Finale am 28. Mai endet, fehlen die Besten der Besten wegen der laufenden NHL-Play-offs. So muss Bundestrainer Harold Kreis unter anderem auf Deutschlands Ausnahmespieler Leon Draisaitl und Goalie Philipp Grubauer verzichten. Dem Weltverband IHF seien jedoch die Hände gegenüber der NHL gebunden, bemängelte Sturm: „Die beste WM wird es nicht geben.“