Südafrikas Rugby-Team dementiert Rassismus nach merkwürdigem Jubel

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Die Rugby-Nationalmannschaft von Südafrika hat sich nach merkwürdigen Szenen nach dem 49-3-Sieg über Italien gegen Rassismus-Vorwürfe gewehrt. Der schwarze Spieler Makazole Mapimpi war aus einer Jubeltraube ausgeschlossen worden.

Südafrikas Rugby-Mannschaft musste sich gegen Rassismus-Vorwürfe stellen. (Bild: Twitter Nasir Khan)

Das Video der Szene macht bei Social Media schnell die Runde. Spieler Südafrikas und Italiens standen sich gegenüber und gaben sich die Hand. Sechs Spieler aus Südafrika bildeten anschließend einen Kreis und feierten den Sieg über die Europäer - ganz ohne Makazole Mapimpi.

Der Mann mit der Nummer 11 schien etwas unsicher neben dem Jubelkreis zu stehen und gehörte ganz offensichtlich nicht dazu. Schnell wurden Rassismus-Vorwürfe laut.

Makazole Mapimpi und Süafrika widersprechen Rassismus-Vorwürfen

Doch Mapimpi reagierte selbst schnell und erklärte in einem Twitter-Video den Vorfall. Er sprach davon, dass die in dem Video zu sehenden sechs Spieler eine kleine Gruppe innerhalb der Mannschaft Südafrikas wären und für sich selbst jubeln wollten. Deshalb verzichtete Mapimpi wohl von selbst auf eine Teilnahme.

Trotz des Statements des Spielers sah sich allerdings wenig später auch der Verband zu einer Stellungnahme gezwungen. Auf Twitter hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass Mapimpi zu seinem Statement gezwungen wurde. “Das ist ganz klare Rassentrennung. Man müsste schon blind sein, um es nicht zu sehen”, meinte ein User, der seinen Tweet inzwischen löschte.

Südafrikas Rugby-Verband gab bekannt: “Wir sind keine Rassisten. Auch Trainer Rassie Erasmus sprach sich klar gegen die Vorwürfe aus: In seiner “bunten Mannschaft” wäre für Rassismus kein Platz: “Wir repräsentieren vielleicht ein Land, das eine Menge Probleme hat. Aber dieses Team vertritt es mit einer Menge Stolz.”