"Sweatworking": Workout mit dem Klienten statt klassischem Geschäftsessen

Heutzutage werden Geschäfte an einem stationären Fahrrad geschlossen und nicht mehr bei einem starken Drink. In Zeiten, in denen Gesundheit und Fitness immer mehr in den Fokus rücken, kommen auch Geschäftsleute nicht umhin, ihre Überzeugungsstrategien anzupassen. Ein Workout wird so zum neuen Geschäftsessen. Das trägt den passenden Titel "Sweatworking". 

"Ich würde es als Meeting ohne das Meeting beschreiben", so Lindsey Anvik, die als Business-Coach in North Carolina arbeitet, gegenüber Moneyish. Wer ein persönliches Treffen mit einem potentiellen Klienten organisieren muss, sollte laut ihr eine Spinning-Stunde oder einen Kickbox-Kurs buchen. "Es nimmt den Druck weg, bei einem peinlichen Mittagessen irgendwie ein Gespräch zustande zu bekommen", erklärt sie.

Was bei diesem Ansatz helfe, sei die Tatsache, dass Training mittlerweile schon fast ein Luxusgut sei. Immer mehr Boutique Studios wie SoulCycle, CrossFit oder Barrys Bootcamp locken die Schönen und Reichen, wer also zu einer kostenlosen Stunde in einem solchen Fitnessstudio eingeladen wird, lässt sich die Möglichkeit wohl kaum entgehen.

Wenn es um clevere Geschäftsführung geht, steht die Beziehung im Vordergrund. Wenn man Sweatworking beispielsweise mit einem Treffen zum Kaffee vergleicht, ist es "ein größerer Einsatz, womit es zu einem effektiven Geschäftsmodell wird, da die Leute meistens keinen Rückzieher machen", sagt Anvik. "Außerdem ist es auch für sie selbst gut. Sie profitieren ja auch selbst von einer Stunde Workout."

Männer schließen ihre Geschäfte schließlich schon seit Jahren beim Golf! Dies scheint nur der nächste Schritt zu sein, bei dem Frauen und Männer gleichermaßen zusammenkommen können.