Tarana Burke: Hollywood verzerrt die MeToo-Bewegung

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Tarana Burke credit:Bang Showbiz
Tarana Burke credit:Bang Showbiz

Die MeToo-Bewegung wurde von Hollywood „verzerrt“, findet ihre Begründerin Tarana Burke.

Die Aktivistin erklärte, wie die Bewegung 2006 gegründet wurde, um Frauen aus schwarzen Gemeinschaften zu stärken, die sexuelle Übergriffe erlitten hatten, bevor sie sich zu einem Hashtag entwickelte, der als Reaktion auf Missbrauchsvorwürfe in Hollywood und dem Rest der Welt verwendet wurde.

Obwohl der Nutzen, den die Bewegung heute hat, ebenso wichtig ist, bedauert Burke, dass die Menschen den wahren und ursprünglichen Zweck von MeToo nicht verstanden haben. Im Gespräch mit ‚Small Axe‘-Regisseur Sir Steve McQueen bei einer ‚Guardian‘-Live-Veranstaltung sagte Tarana: „Ich habe gesehen, was Hollywood macht. Ich habe gesehen, was weiße Menschen ganz offen tun, wenn sie schwarze Arbeit oder Arbeit von Farbigen bekommen.“ Die 48-Jährige sympathisierte mit den Hollywood-Stars, die sich gemeldet hatten, ärgerte sich aber, dass die Opfer vergessen worden seien. Sie sagte: „Ich glaube nicht, dass die Frau, die sich gemeldet hat, notwendigerweise ... böswillige Absichten hatte. Es geht wirklich um Überlebende und Überleben.“

Burke wurde unerwartet ins Rampenlicht gerückt, nachdem die Schauspielerin Alyssa Milano ihre Social Media-Follower ermutigt hatte, #MeToo zu twittern, um sexuelle Belästigung oder Übergriffe in der Vergangenheit zu signalisieren, als die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein 2017 ans Licht kamen. Burke gibt zu, dass sie mit einem solchen Ausmaß aber die gerechnet hätte. Sie sagte: „Ich konnte mir nie vorstellen, als das alles begann, dass eine globale Bewegung stattfinden würde. Dass die Leute auf die Straße gehen. Ich dachte nicht, dass sich die Leute genug darum kümmerten.“ Tarana – die als Kind Opfer sexueller Übergriffe wurde – betont aber, dass es wichtig sei, dass sich das Narrativ der Bewegung nicht ändere: „Es ist wichtig, dass wir nicht zulassen, dass andere Menschen die Erzählung beeinflussen oder die Bewegung verinnerlichen.“

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