Tiermythen: Glauben Sie immer noch an vergessliche Goldfische?

Viele Missverständnisse über das Tierreich existieren und "Tatsachen" stellen sich häufig als reine Fiktion heraus. Welche Behauptungen über Gewohnheiten, Talente und Präferenzen sind wahr, welche Geschichten schlichtweg falsch?

Mythos: Giraffen schlafen nur 30 min am Tag
Giraffen haben tatsächlich ganz normale Schlafgewohnheiten. Wissenschaftler folgten einer Giraffenherde mehr als fünf Monate und fanden heraus, dass sie durchschnittlich 4,6 Stunden am Tag schlafen und sogar am Nachmittag Nickerchen machen.

Mythos: Es gibt Käfer in Erdbeer-Frappuccinos
Starbucks' Erdbeer-Getränk wurde früher mit einem Farbstoff hergestellt, der gemahlene Cochinea-Käfer (oder Dactylopius coccus) enthielt. Die Käfer produzieren einen roten Farbstoff, wenn sie gemahlen werden, der dann als Lebensmittelfarbe vielen Produkten hinzugefügt wird. Starbucks verwendet diesen seit 2012 jedoch nicht mehr.

Mythos: Pinguine sind monogam
Während Pinguine oft als Aushängeschilder für Monogamie gedient haben, trifft dies in Wahrheit nicht ganz zu. 85 Prozent aller Kaiserpinguine paaren sich tatsächlich von Saison zu Saison mit einem anderen Partner. Adeliepinguine ebenfalls. 

Mythos: Menschen stammen vom Schimpansen ab
Wir teilen ungefähr 98,8% unserer DNA mit Schimpansen, jedoch sind wir keine weiterentwickelte Version von ihnen. Menschen und Schimpansen hatten vor sechs bis acht Millionen Jahren einen gemeinsamen Vorfahren, doch beide gingen getrennte Wege auf dem Stammbaum. 

Mythos: Haie bekommen keinen Krebs
Es wird vermutet, dass dieser Mythos durch die Behauptung ausgelöst wurde, dass Haifischknorpel Eigenschaften besitzt, die Krebs verhindern. Jedoch wurden bereits einige Tumorarten bei Haien entdeckt.

Mythos:  Der Vogelstrauß steckt seinen Kopf in den Sand
Es wird vermutet, dass Strauße ihre Köpfe in den Sand stecken, wenn sie sich bedroht fühlen. Es ist nicht nur falsch, sondern auch unrealistisch, da sie nicht atmen könnten und sich auch nicht verstecken würden. Strauße stellen sich eher tot.

Mythos: Vanilleeis enthält Bibersekret
Viele Menschen kennen das Sekret Castoreum, das aus den Analdrüsen von Bibern gewonnen wird und zu Aromen und Parfüms hinzugefügt wird. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass Unternehmen Castoreum in ihren Produkten verwenden, da es sehr teuer ist und häufig von staatlichen Gesundheitsbehörden verboten wird.

Mythos: Von Fröschen und Kröten bekommt man Warzen
Keine Panik, selbst beim Zelten können Sie ruhig schlafen. Das Virus, das Warzen verursacht, ist für den Menschen einzigartig und kann nur durch direkten Kontakt übertragen werden.

Mythos: Chamäleons wechseln die Farbe, um sich an ihre Umgebung anzupassen
Chamäleons ändern ihre Farbe basierend auf Faktoren wie Stimmung, Temperatur, Gesundheit, Kommunikation und Licht. Die meisten Farbveränderungen sind tatsächlich auf die Stimmung zurückzuführen.

Mythos: Fledermäuse sind blind 
"Blind wie eine Fledermaus" zu sein spiegelt nicht ganz die Realität wieder. Fledermäuse sind zwar stark auf Echoortung angewiesen, trotzdem sind sie in der Lage zu sehen.

Mythos: Hunde und Katzen sind farbenblind
Schon lange existiert der Mythos, dass Hunde und Katzen nur schwarz-weiß sehen können. Jedoch haben Wissenschaftler inzwischen herausgefunden, dass auch Tiere Farben sehen. Jedoch in unterschiedlichen Abstufungen. 

Mythos: Haie riechen Blut kilometerweit
Haie haben einen erstaunlichen Geruchssinn und können bereits einen Tropfen Blut auf 10 Millionen Wasserpartikel wahrnehmen. Die wahre Reichweite entspricht jedoch in etwa der Größe eines olympischen Schwimmbeckens und nicht Kilometern.

Mythos: Lemminge begehen Selbstmord und springen von Klippen
Viele glauben, dass ein Instinkt die Lemminge dazu treibt, in großen Gruppen von Klippen zu springen, um die Populationsgröße zu kontrollieren. Lemminge begehen jedoch keinen Massenselbstmord. Dieser Mythos ist auf den Disney-Naturfilm "Weiße Wildnis" von 1958 zurückzuführen – in dem die Menschen das Lemming-Verhalten absichtlich gefälscht haben, indem sie sie von Klippen gestoßen und gefilmt haben.

Mythos: Faultiere sind faul
Die meisten Leute denken, dass Faultiere ihren ganzen Tag damit verbringen, in Bäumen zu schlafen oder zu faulenzen. Faultiere haben ein sehr langsames Verdauungssystem und eine kalorienarme Ernährung, was bedeutet, dass ihre langsame und träge Natur ein Überlebensinstinkt ist. Bei Bedarf können sie jedoch auch schnelle Bewegungen ausführen.

Mythos: Goldfische erinnern sich an nichts länger als eine Sekunde
Dieser populäre Mythos wurde von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt entlarvt. Fische sind tatsächlich lernfähig und in der Lage sich an Dinge zu erinnern. Sie können Informationen speichern und nach längerer Zeit wieder abrufen.