TikToker entdeckt zweideutige Details auf Maoam-Verpackung

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Kinderaugen sehen die Welt anders als die von Erwachsenen. Das kann manchmal dazu führen, dass Lieblingsprodukte aus Kindertagen Jahre später auf einmal nicht mehr so unschuldig und harmlos wirken, wie wir dachten. Aktuelles Beispiel: Das Kult-Kaubonbon Maoam.

BERLIN, GERMANY - JANUARY 22: Maoam chewable candies lie in a bowl at an event on January 22, 2019 in Berlin, Germany. Maoams have been produced in Germany since 1930 and the brand is owned by Haribo.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)
Viele Verpackungen von Maoam sind eindeutig harmlos, doch 2002 führte Haribo ein neues Design ein, das einen anderen Blick auf die beliebte Süßigkeit wirft (Symbolbild: Sean Gallup/Getty Images)

2002 legte sich Haribos Maoam ein neues Design zu, das auch heute noch in Umlauf ist. Kleine, glückliche Cartoon-Früchte sowie jeweils ein grünes, ebenso fröhliches Männchen zieren seitdem die kleinen Packungen der beliebten Kaubonbons. Ein TikTok-User will nun entdeckt haben, warum die kleinen Früchtchen derart beglückt sind. 

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"Wieso haben wir nie erkannt, was die Maoams tatsächlich machen?" fragt der schelmisch grinsende TikToker mit dem Namen @Mitchxllt und zeigt dazu alle sechs Verpackungen der verschiedenen Geschmacksrichtungen. Eine nähere Erklärung liefert er nicht, doch das ist auch gar nicht nötig - die drei Millionen User, die den Clip bisher angesehen haben, erkannten sofort, was er meint. 

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Denn tatsächlich lassen die Abbildungen, die aus der Sicht von Kinderaugen einfach herumtollende Cartoon-Figuren zeigen, mit bösem Willen eine weitere Interpretation zu. Dann auf einmal scheint das grinsende grüne Männchen mit der herausgestreckten Zunge die Kirschen arg suggestiv abzulecken und die Erdbeere nicht allein aufgrund ihres süßen Geschmacks an sich zu drücken - und die Zitrone zieht es gleich ganz ungeniert zwischen seine Beine. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. 

Schon 2002 sorgte das Design für Rummel

Der TikToker und die diversen User, die sich in den Kommentaren zu seinem Clip darüber amüsieren, sind jedoch nicht die ersten, die genau dies tun. Immer wieder tauchten über die Jahre entsprechende Reaktionen auf das Design auf Social Media auf. 

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Und kurz nach seiner Einführung im Jahr 2002 sorgte es sogar für Medienrummel, als eine Jesuitenschule im Schwarzwald laut dem "Spiegel" einen vermeintlichen Beschwerdebrief über die Darstellung von "eindeutig sexuellen Positionen" an Haribo schrieben. 

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Das Ganze war ein Scherz von Abiturienten, der in der Abi-Zeitung veröffentlicht wurde. Bis dahin landete das Schreiben allerdings im Internet - ebenso wie die Reaktion von Haribo, die daraufhin mit Reaktionen aus dem In- und Ausland überhäuft wurden. Das Unternehmen sah die Sache am Ende mit Humor, wie ein Sprecher damals mitteilte. Und die Kunden ließen sich dem "Spiegel"-Bericht zufolge ebenfalls nicht beirren und kauten ungerührt weiter. 

Das dürften sie auch heute noch tun, wie viele der Kommentare auf TikTok zeigen. Neben Reaktionen wie "Meine Kindheit war eine Lüge" oder "Ich werde Maoam nie wieder so sehen wie früher" zeigen sich viele zwar belustigt, aber letztlich gleichgültig: "Wieso ist mir das nie aufgefallen?" schrieb ein User und fügte hinzu: "Egal, darauf erstmal ein Maoam." 

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