Todesstern: Spektakuläre Weltallfotos

Spektakuläre Aufnahmen aus dem Chandra X-Ray Observatory der NASA zeigen die Explosion in allen Farben des Regenbogens. (Bild: NASA)

Das Foto zeigt einen wahren Farbenrausch. Was ein Satellit der NASA jetzt aufgenommen hat sieht wunderschön aus und zeigt eine historische Szene der Zerstörung: Es ist der Tod eines Sternes.

Auf ihrer Webseite veröffentlich die NASA regelmäßig spektakuläre Aufnahmen aus dem All. Das Bild, das der Teleskop-Satellit “Chandra” jetzt lieferte, war allerdings ein ganz besonderes. Die Farbexplosion zeigt nämlich die Reste einer Supernova aus dem Milchstraßen-Sternbild Cassiopeia.

Heller als eine Galaxie

Der Satellit “Chandra” umkreist die Erde seit mittlerweile 20 Jahren und liefert immer wieder großartige Bilder aus dem Weltall. Die Supernova, deren Explosion nun im Bild eingefangen werden konnte, ist eine vom Typ Ia. Bei einer Supernova leuchtet ein massereicher Stern am Ende seiner Lebenszeit um das millionen- bis milliardenfache heller auf als sonst. Kurzzeitig wird er beim Explodieren so hell, wie eine ganze Galaxie. Die bunte Sternexplosion auf “Chandras” Foto könnte deshalb so imposant aussehen, weil “ähnlich wie Dynamit, das an unterschiedlichen Orten gezündet wird mehrere Zündungspunkte gleichzeitig ausgelöst wurden”, erklärte die NASA auf Instagram.

Entdeckt wurde die Supernova das erste Mal von der Erde aus vor über 400 Jahren. Die dänischen Geschwister Tycho und Sophie Brahe sahen das Schauspiel am 11. November 1572. Sie gaben dem Phänomen auch den Namen “Nova”, da sie es für einen neu entstandenen Stern hielten. Das war zwar das Gegenteil von dem, was da am Nachthimmel geschah, aber dennoch war die Entdeckung bahnbrechend. Seit den Tagen von Aristoteles war man davon ausgegangen, dass der Himmel beständig und unveränderlich wäre. Doch die Entdeckung der Brahes belegten plötzlich, was Copernicus angestoßen hatte: dass im Weltall ständig Veränderungen stattfinden.

Nach den geläufigen Theorien werden Ia-Supernoven ausgelöst, wenn ein Weißer Zwerg zu viel Materie aus einem Begleiter aufnimmt. Das kann ein anderer Weißer Zwerg oder etwa ein aufgeblähter Riesenstern sein - die genaue Ursache konnte bei der Supernova von 1572 noch nicht bestimmt werden. Die Aufnahme von “Chandra” zeigt indes auf spektakuläre Weise den weiteren Verlauf der Explosion. Die unterschiedlichen Farben, die durch die einzigartigen Röntgenaufnahmen sichtbar werden, zeigen verschiedene Elemente an und spiegeln zudem deren Position wider. Elemente, die sich von der Erde weg bewegen sehen rötlich aus wenn sie auf die Erde zukommen bläulich.