Torhüter erzielt Tor aus dem eigenen Strafraum

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Das Spiel zwischen Guadalajara und Veracruz in Mexiko wurde zum Ort eines raren Schauspiels. Torhüter Antonio Rodriguez gelang Sekunden vor Schluss der Treffer zum 3:1 - aus dem eigenen Strafraum heraus.

Antonio Rodriguez gelang das sensationelle Tor. (Bild: Getty Images)

Ein echtes “Geheimnis” steckt allerdings nicht wirklich hinter dem Tor: Vielmehr spielten eine Menge Muskelkraft, Nerven wie Drahtseile und schnelles Denken zusammen. Denn Veracruz drängte in den letzten Sekunden der Partie beim Spielstand von 2:1 für Guadalajara nach vorne.

Nach einem Standard war auch der gegnerische Torhüter in den Strafraum der Gastgeber vorgestoßen. Während Jurado Roca, so der Name des Veracruz-Torhüters, mit Vollgas Richtung eigenes Tor sprintete, schaltete Rodriguez schnell.

Der Torhüter, ironischerweise mit der sonst für Feldspieler vorbehaltenen Nummer vier auf dem Rücken, nahm kurz Maß und hämmerte den Ball dann über die volle Feldlänger in das gegnerische Tor. Ein Spieler der Gäste setzte zwar noch zur Grätsche an, konnte das 3:1 aber nicht verhindern.

Tim Howard traf 2012 aus ähnlicher Position gegen Bolton

Das Tor alleine wäre schon kurios genug, wurde aber wenig später von einem Video seines Vereins auf Twitter noch kurioser. Im Training zielte Rodriguez von der linken Spielfeldseite auf einen kleinen Minibouncer auf der rechten Seitenlinie - und traf. Übung macht also den Meister, wer hätte es geahnt.

Europäische Fans werden angesichts des außergewöhnlichen Tores vielleicht an Tim Howard zurückdenken. Dem US-Amerikaner gelang in Diensten des FC Everton am 4. Januar 2012 ein ähnlicher Treffer gegen die Bolton Wanderers.