Trans-Aktivistin Chelsea Manning posiert im Badeanzug für Vogue

Chelsea Manning, hier beim Pride March in New York, genießt ihre neu gewonnene Freiheit. (Bild: ddp Images/Erik McGregor)

Drei Monate nach ihrer Entlassung aus dem Militärgefängnis zeigt sich US-Whistleblowerin und Trans-Aktivistin Chelsea Manning frei wie nie zuvor in dem Mode-Magazin „Vogue“.

35 Jahre Freiheitsstrafe – Das war das Urteil dafür, dass Chelsea Manning, einst Mitglied der US-Streitkräfte und IT-Spezialistin, streng geheime Militärdokumente an die Website WikiLeaks übermittelt hat. Nach sieben Jahren Haft, vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama begnadigt, ist Manning seit dem 17. Mai 2017 wieder eine freie Bürgerin. Und das zelebriert sie jetzt mit einem Fotoshooting für „Vogue“, in dem sie sich so unbeschwert und feminin wie nie zuvor zeigt.

Sichtlich stolz teilt Manning ihr Vogue-Porträt in einem roten Badeanzug von Norma Kamali, geschossen von Starfotografin Annie Leibovitz, auf Instragram und kommentiert: „Ich schätze, so sieht Freiheit aus“. In der Septemberausgabe des Magazins spricht die 29-Jährige ausführlich über ihr neues Leben.

Nach ihrer Verurteilung 2013 outete sich Manning als Transgender, begann während ihrer Haft eine Hormontherapie und änderte 2014 ihren Namen offiziell von Bradley Edward zu Chelsea Elizabeth. „Es fühlt sich natürlich an. Es fühlt sich an, als ob es so ist, wie es sein sollte, anstelle dieser Ängstlichkeit, Unsicherheit und Befangenheit, die damit einhergeht, so zu tun, als sei man männlich“, erklärt die Aktivistin gegenüber „Vogue“. „Es hat sich nicht richtig angefühlt. Ich wusste nicht, was es war. Ich konnte es nicht beschreiben. Nun ist das vorüber.“

Bereits einen Tag nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis teilte Chelsea Manning ein erstes Porträtfoto von sich auf ihrem Instagram-Account, wo sie seither ihr Leben dokumentiert.