Trockene Kopfhaut: Ursachen und was dagegen hilft

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Trockene Kopfhaut kann ganz schön unangenehm sein. Vor allem dann, wenn es auf dem Kopf juckt und sich unschöne Schuppen bilden. Zum Glück können Sie etwas dagegen tun. Wir verraten, was das ist.

Frau mit trockener Kopfhaut.

© Nina Buday

Trockene Haut findet sich nicht nur am Körper oder im Gesicht – auch die Kopfhaut kann ausgetrocknet sein und Betroffenen das Leben schwer machen. Um dagegen vorzugehen, sollte man sich jedoch zunächst mit den Ursachen für trockene Kopfhaut auseinandersetzen.

Trockene Kopfhaut: Ursachen

Unsere Haut wird von einem sogenannten Säureschutzmantel (Hydro-Lipid-Schicht) geschützt. Er entsteht, wenn sich die Feuchtigkeit aus den Hautporen mit dem Hauttalg (Lipid) verbindet. Sind zu wenig Lipide oder Feuchtigkeit vorhanden, kann dies zu trockener Haut und auch zu trockener Kopfhaut führen. Die Folgen: Juckreiz und Schuppen. Betroffene klagen auch oft darüber, dass die Haut auf dem Kopf regelrecht brennt und spannt.

Oft werden bei extrem trockener Kopfhaut sogar die Haare in Mitleidenschaft gezogen. Sie können trocken, brüchig und strohig werden.

Doch wie passiert es, dass Feuchtigkeit und Hauttalg in ein derartiges Ungleichgewicht geraten und die Kopfhaut austrocknet? Hier sind ein paar mögliche Ursachen:

  • Übermäßig häufiges Haarewaschen

  • Zu heißes Wasser beim Haarewaschen

  • Häufiges Föhnen oder Glätten

  • Intensives Colorieren

  • Ungeeignete Haarpflege-Produkte (z.B. stark parfümiert)

  • Schlechte Ernährung

  • Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme

  • Trockene Luft (besonders im Winter)

  • UV-Strahlung ohne Sonnenschutz (gerade bei dünnem Haar)

Allerdings gibt es auch Erkrankungen, die zu trockener Kopfhaut führen können. Zu diesen oft chronischen Krankheiten gehören unter anderem:

  • Neurodermitis (atopische Dermatitis)

  • Schuppenflechte (Psoriasis)

  • seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis)

Auch Hormonschwankungen – beispielsweise während der Wechseljahre –, extremer körperlicher oder seelischer Stress und auch regelmäßiger Alkohol- und Tabakkonsum können zu trockener Kopfhaut führen.

Das hilft gegen trockene Haut: Urea

Trockene Kopfhaut: Das können Sie dagegen tun

Besteht der Verdacht, dass eine Erkrankung hinter den Kopfhaut-Problemen steckt, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin kontaktieren. Er oder sie kann entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden sollten.

Oftmals hilft es jedoch auch schon, kleine Details in der Kopf- und Haarpflege zu ändern, um den Juckreiz auf dem Kopf zu stoppen:

  • Haare nicht zu häufig waschen, höchstens alle zwei Tage.

  • Beim Haarewaschen auf die Temperatur des Wassers achten, es sollte nicht zu heiß sein.

  • Die Haare am besten an der Luft trocknen – ohne zusätzliche Hitzeeinwirkung durch den Föhn.

  • Bei sehr empfindlicher Kopfhaut entweder ganz auf Colorationen verzichten oder ein mildes Produkt für empfindliche Haut wählen.

  • Shampoos, Conditioner, Spülungen und sonstige Haarpflege-Produkte sorgsam auswählen. Sie sollten nicht zu viele Zusatzstoffe und möglichst keinen Alkohol enthalten. Für empfindliche Kopfhaut gibt es in Drogerien und Apotheken besonders schonende Sensitive-Serien.

  • Auf eine ausgewogene Ernährung mit allen nötigen Vitaminen und Mineralien achten. Hierzu gehören vor allem ausreichende Mengen an frischem Obst und Gemüse. Auf den Genuss von Alkohol und Tabak sollten Sie möglichst verzichten.

  • Ausreichend trinken! Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit sollten Sie täglich zu sich nehmen – am besten in Form von Wasser, Schorlen oder ungesüßten Kräutertees.

  • Im Winter darauf achten, dass die Luft in den Wohnräumen nicht zu trocken wird. Gegensteuern können Sie mit einem Luftbefeuchter oder indem Sie, feuchte Tücher in der Wohnung aufhängen.

  • Bei dünnem Haar in der Sonne unbedingt eine Kopfbedeckung tragen und/oder die Kopfhaut mit einem UV-Schutz-Produkt behandeln.

Zusätzliche Maßnahmen, über die sich trockene Kopfhaut freut:

  • Regelmäßige Kopfhaut-Massagen können die Talgproduktion auf dem Kopf anregen und dadurch für einen intakten Säureschutzmantel sorgen.

  • Massagen mit Öl können die Haut mit viel Feuchtigkeit versorgen. Es gibt hierfür spezielle Kopfhaut-Öle und Kopfhaut-Bäder, geeignet sind jedoch auch natürliche Öle wie beispielsweise Mandelöl, Jojobaöl, Kokosöl oder auch Olivenöl.

  • Öle über Nacht einwirken lassen: Bei extrem trockener Kopfhaut kann so eine Öl-Kur über Nacht schnell wahre Wunder vollbringen und bei starkem Juckreiz Abhilfe schaffen.

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