Türkischer Sportminister rechtfertigt Militärgruß der Nationalspieler

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Der türkische Sportminister Mehmet Kasapoglu hat den Militärgruß der Fußball-Nationalspieler gerechtfertigt. Dafür verwies er auf ein Bild von Frankreichs Stürmer Antoine Griezmann.

Mehmet Kasapoglu zeigte ein Foto von Antoine Griezmann vor. (Bild: Getty Images)

“Es wird mit doppeltem Maß gemessen, hier ist ein Foto. Man sieht wie Antoine Griezmann vor Frankreichs Präsident Emmanuel Macron salutiert. Die Leute, die damals über diese Aktion nicht gesprochen haben, versuchen nun die Bedeutung hinter dem netten Gruß an unsere Soldaten zu verdrehen”, sagte Kasapoglu.

Die türkische Nationalmannschaft hatte bei ihren Länderspielen gegen Albanien und Frankreich nach ihren Toren einen Salut-Jubel vor der Tribüne gezeigt. Dieser war als Gruß an das türkische Militär gedacht, das gerade in Nordsyrien einmarschiert. Die Bundesliga-Profis Kenan Karaman und Kaan Ayhan hatten sich dem Jubel im zweiten Anlauf verweigert.

Türkischer Minister erkennt Manipulation durch Medien

Während die Geste der türkischen Fußballer in Europa auf heftige Ablehnung stieß, gab Kasapoglu an, “Wertschätzung” für die “Sportgemeinschaft” zu fordern. Er sprach von “manipulativen Aktionen” in der Berichterstattung, die den Jubel der Türken absichtlich fehlinterpretieren würden:” Wir werden unser Recht nie aufgeben.”

Die UEFA derweil hatte bereits nach dem ersten Salut-Jubel der türkischen Fußballer Ermittlungen aufgenommen. Ein Urteil wird allerdings nicht vor Donnerstag erwartet. Die FIFA-Regularien, auf die sich die UEFA stützt, sind bezüglich der Vermischung von Politik und Sport nicht eindeutig.

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