"Bin erschüttert": Twitter-Reaktionen zur Landtagswahl in Thüringen

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

An diesem Sonntag waren mehr als 1,7 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, über die politische Zukunft Thüringens abzustimmen und einen neuen Landtag zu wählen. Klar ist nach den ersten Hochrechnungen: Mehr als 20 Prozent der Wähler entschieden sich für die AfD. Das sorgt in den sozialen Netzwerken für viele (emotionale) Reaktionen.

Zweitstärkste Kraft wurde laut ersten Prognosen die AfD mit Spitzenkandidat Björn Höcke. (Bild: Getty Images)

Die Linkspartei mit Ministerpräsident Bodo Ramelow hat in Thüringen ein Rekordergebnis erzielt, Rot-Rot-Grün verliert aber wohl die Mehrheit im neuen Landtag. Laut vorläufigen Hochrechnungen hat die Linke mit rund 30 Prozent klar gewonnen. Die CDU mit Spitzenkandidat Mike Mohring verlor deutlich, die SPD verschlechterte sich weiter. Die Grünen könnten mit Verlusten im Landtag bleiben, der FDP könnte der Einzug gelingen. Für die meisten Twitter-Reaktionen sorgte allerdings die AfD, die voraussichtlich zweitstärkste Kraft wird.

Landtagswahl Thüringen: Die Twitter-Reaktionen

Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, gratulierte kurz nach der Bekanntgabe der ersten Prognose auf Twitter:

Überwiegend zeigen sich Politiker und Twitter-Nutzer jedoch erschüttert, dass die AfD unter dem umstrittenen Spitzenkandidaten Björn Höcke voraussichtlich als zweitstärkste Kraft hervorgehen wird:

Andere distanzieren sich klar von der Wahlentscheidung ihrer Mitmenschen:

Natürlich gibt es auch Gratulationen für den Gewinner der Thüringer Landtagswahl – die Linke:

Landtagswahl in Thüringen: So geht es weiter

In Thüringen regierte bislang eine rot-rot-grüne Landesregierung unter Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Es wird eine schwierige Koalitionsbildung erwartet. Sollte Rot-Rot-Grün die parlamentarische Mehrheit verlieren und auch keine andere Option möglich sein, könnte Ramelow trotzdem vorerst im Amt bleiben. Artikel 75 der Thüringer Landesverfassung ermöglicht dem Ministerpräsidenten und der gesamten Landesregierung, die Geschäfte bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger fortzuführen.

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