Twitter-Trend klärt auf: Was ist so toll daran, Mann zu sein?

Ben Barthmann
·Sports Editor
·Lesedauer: 2 Min.

Was ist eigentlich das Gute daran, ein Mann zu sein? Dazu haben sich Twitter-User in den vergangenen Tagen unter dem Hashtag #WhyItsGoodToBeAManIn5Words ausgetauscht. Die Ergebnisse sind spannend.

Warum ist es gut, ein Mann zu sein? Das diskutierten Twitter-User. (Bild: Getty Images)
Warum ist es gut, ein Mann zu sein? Das diskutierten Twitter-User. (Bild: Getty Images)

Warum ist es gut, ein Mann zu sein? Dieser Frage gingen Twitter-User aus aller Welt auf den Grund und gaben ihre Antwort in fünf Wörter. Schnell war ein Trend geboren, der das Soziale Netzwerk für einige Stunden in seinen Bann zog.

Die Ergebnisse fielen äußerst divers aus. Manche waren naheliegend, andere eher überraschend.

Erstaunlich oft nannten die Twitter-User etwa die kürzere durchschnittliche Lebenszeit der Männer als großen Vorteil. Eine etwas düstere Ansicht, die aber auf Fakten beruht. Deutsche Männer werden im Schnitt 78,5 Jahre alt, deutsche Frauen 83,3 Jahre.

Andere Dinge dagegen liegen eher auf der Hand: Männer können im Stehen pinkeln, oder wie es eine Twitter-Userin formuliert: “Die Welt ist eure Toilette!” Ebenfalls als positiv erkannt wurde die Tatsache, dass Taschen in Männerjeans normalerweise größer sind, Männer keine unbequemen BHs tragen müssen und keine Regelblutung haben.

Männer “müssen” sich die Beine nicht rasieren und können sich einen Bart stehen lassen. Sie haben von Natur oft etwas mehr Muskelkraft in die Wiege gelegt bekommen und werden im Schnitt auch deutlich größer. Das erleichtert den Alltag.

Viele der genannten Dinge machten allerdings auch auf einige Missstände aufmerksam, die es in den nächsten Jahren zu beheben gilt. Warum etwa können nur Männer sich Nachts auf der Straße sicher fühlen? Warum verdienen Männer oft mehr Gehalt?

Was sind die Vorteile am Frausein?

Schnell regte sich auch auf der anderen Seite eine Diskussion. Warum ist es in der aktuellen Zeit eigentlich gut, eine Frau zu sein? Etwa weil man beim Dating nicht den, oft peinlichen, ersten Schritt machen muss. Oder weil unter weiblichen Freundinnen Nähe oft viel eher verbreitet ist als unter männlichen Kumpels.

Doch auch hier zeigten sich Dinge, an denen es zu arbeiten gilt. Etwa dass häusliche Gewalt ausgehend von Frauen kaum Beachtung findet, dass Vergewaltigung durch Frauen oft verharmlost wird und dass Alltagssexismus von Frauen oft toleriert wird.

Dass die durchaus spannende Debatte an vielen Ecken ins sexistische abdriftete und insgesamt äußerst aufgeladen erschien, zeigte doch wie wichtig das Thema auch im Jahr 2020 noch ist. Man würde sich einen weitaus offeneren und gesünderen Umgang wünschen, als es in vielen Twitter-Feeds der Fall war.

Übrigens: In vielen psychologischen Studien konnte bislang kein signifikanter Unterschied in der Zufriedenheit und dem Glücksempfinden von Frauen und Männer entdeckt werden.

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