„Typische Risikogruppe Männer Mitte 30 an der Börse“: Welche Symptome Stress auf der Arbeit auslösen kann

Ob Anspannung im Alltag, im Beruf oder auch in der Freizeit – viel Stress kann sich auf die Gesundheit auswirken. Und der empfundene Stress nimmt seit 2013 in der Breite der Bevölkerung zu, das hat eine Erhebung der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben. Angefangen bei körperlichen Beschwerden wie zum Beispiel Rücken- oder Kopfschmerzen und Magenbeschwerden kann Dauerstress auch auf die Psyche gehen – und sexuelle Unlust, Burnout, Depressionen auslösen. Eine typische Risikogruppe für die gesundheitlichen wie psychischen Folgen von Stress sind demnach Männer Mitte 30.

Zwar gaben Frauen in der Befragung der TK häufiger als Männer an, gestresst zu sein. Aber bei Männern nimmt der Stress seit 2013 stärker zu als bei Frauen. „Eine typische Risikogruppe sind Männer Mitte 30 an der Börse, die dauerhaft unter enormem Stress stehen. Bei vielen liegen schädlich hohe Blutdruckwerte vor, ohne dass die Betroffenen überhaupt davon wissen“, erklärt Jörg Bojunga, Leiter des Bereichs der Endokrinologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt dem Wirtschaftsmagazin "Wirtschaftswoche" (Wiwo). Das Magazin nahm den TK-Bericht zum Anlass, mit dem Mediziner zu sprechen.

Dauerstress könne das menschliche Hormonsystem zum Entgleisen bringen und in der Folge zu Erkrankungen führen, wird der Mediziner zitiert. Dazu zählten Bluthochdruck, einer erhöhter Blutzucker oder Übergewicht, sogar sexuelle Unlust, Erschöpfungsgefühle und depressive Episoden, so Bojunga.

Ein ständig hoher Stresspegel führe auch dazu, dass Betroffene Fett einlagerten. Besonders gefährlich sei dabei hormonaktives Fett, das sich in der Bauchregion ansiedele. „Das sind typischerweise Männer, die von hinten normal aussehen, aber dann einen stark vorgewölbten Bauch haben“, erläutert der Mediziner. Und dieses Bauchfett erhöhe zusätzlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Manager zählten häufig zu seinen Patienten, erzählte Bojunga der "Wiwo".

lrd

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