Um Spenden zu sammeln: Frau läuft "Garten-Marathon"

Alice Tielich
Freie Autorin

Während der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie verbringen viele Menschen ihre freie Zeit eher zurückgezogen und gemütlich auf der Couch. Anna Harding aus London griff stattdessen nach ihren Laufschuhen, um mit einer speziellen Aktion in ihrem Garten Spenden zu sammeln.

Während der Coronakrise müssen auch Läufer kreativ werden (Symbolbild: Getty Images)

Anna Harding arbeitet für “The Running Channel” und kann aufgrund der fehlenden Lauf-Events in Coronazeiten ihrer Leidenschaft, dem Laufen, nicht wie gewohnt nachgehen.

Doch dann dachte sie sich ihre eigene Challenge aus. Denn einen Garten, den hat sie zum Glück. Die Idee: Einen Garten-Marathon über die Distanz von 26,2 Meilen (ca. 42 Kilometer) zu absolvieren.

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Um diese Distanz in ihrem kleinen Garten bewältigen zu können, musste sie Tausende Male im Kreis laufen. Bei dem “Garten-Marathon” sollte es aber nicht nur um Hardings Fitness gehen. Sie wollte mit ihrer Aktion auch anderen helfen. Ihr gesamter Lauf wurde dokumentiert und die Zuschauer dazu aufgefordert, für den Covid-19 Solidarity Response Fund der UN zu spenden.

Ähnliche Aktionen gab es seit dem Ausbruch der Pandemie schon auf der ganzen Welt. Ein Franzose fährt zuhause 8000 Kilometer mit dem Fahrrad auf einem Rollentrainer und Triathlet Jan Frodeno sammelte beispielsweise mit einem “Heim-Triathlon” rund 200.000 Euro an Spenden.

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Der Ansporn bei Hardings ambitioniertem Vorhaben war der Gedanke an all die Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie unter anderem Lehrer und Verkäufer, die an vorderster Front gegen das Virus und seine Auswirkungen kämpfen und das Land am Laufen halten, wie sie in dem Video für “The Running Channel” berichtet.

Normalerweise braucht ein Läufer für die Marathon-Distanz rund 4 Stunden – da Harding aber in ihrem kleinen Garten immer wieder ihr Tempo drosseln musste, lief sie letztlich über 6 Stunden am Stück.

Auch an einen improvisierten Zieleinlauf hatten ihre Liebsten gedacht, mit einem Produkt, das in Corona-Zeiten zu fragwürdiger Berühmtheit gelangt war: Am Ende ihrer letzten Runde diente eine Rolle Klopapier als Ziellinie für Anna Harding. Für ihren Einsatz gab es dann sogar eine Medaille aus Alufolie.

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